Kosten für Hamburger Elbphilharmonie explodieren - Hamburg (dpa) - Die Hamburger Elbphilharmonie wird teurer als geplant. Das spektakuläre Konzerthaus aus Glas auf einem alten Kaispeicher im Hafen, das im Sommer 2010 eröffnet werden soll, werde an einigen Stellen teurer als vorgesehen. Damit bestätigte Hartmut Wegener, Leiter der Realisierungsgesellschaft (Rege), einen Bericht der Tageszeitung «Die Welt». «Die Höhe der Mehrkosten ist aber reine Spekulation», sagte Wegener. Die Rede ist von bis zu 20 Millionen Euro.
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Kosten für Hamburger Elbphilharmonie explodieren

2008/03/27 11:35

Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
Hamburg (dpa) - Die Hamburger Elbphilharmonie wird teurer als geplant. Das spektakuläre Konzerthaus aus Glas auf einem alten Kaispeicher im Hafen, das im Sommer 2010 eröffnet werden soll, werde an einigen Stellen teurer als vorgesehen.

Damit bestätigte Hartmut Wegener, Leiter der Realisierungsgesellschaft (Rege), einen Bericht der Tageszeitung «Die Welt». «Die Höhe der Mehrkosten ist aber reine Spekulation», sagte Wegener. Die Rede ist von bis zu 20 Millionen Euro. Insgesamt soll das Gebäude der Schweizer Stararchitekten Herzog & de Meuron 241,3 Millionen Euro kosten, von
Kosten für Hamburger Elbphilharmonie explodieren
Die Computergrafik zeigt die geplante Elbphilharmonie im Hamburger Hafen.
denen die Stadt Hamburg 114,3 Millionen Euro beisteuern muss.

Die Elbphilharmonie soll eines der zehn besten Konzerthäuser der Welt werden. Für den Bau haben Hamburger Bürger bereits mehr als 64 Millionen Euro gespendet.

Ein Grund für die Preissteigerung des Bauvorhabens sind Probleme bei der Kühlung des Gebäudes. Ursprünglich sollte sie ausschließlich mit Elbwasser erfolgen. Doch neue, strengere Richtlinien zur Entnahme von Elbwasser verlangen ein zusätzliches Kühlsystem. Dazu musste das Grundwasser angebohrt werden. «Diese Mehrkosten können allerdings vom vorhandenen Budget aufgefangen werden», sagte Wegener. Die Hamburger Bürgerschaft hatte bereits für unvorhergesehene Ereignisse einen Sondertopf in Höhe von zehn Millionen Euro bereitgestellt.

Darüber hinaus habe der Baukonzern Hochtief Construction zahlreiche baubedingte Mehrkosten angemeldet. «Diese Forderungen werden derzeit bewertet und ab Mai mit dem Baukonzern im einzelnen verhandelt», sagte Wegener.

Bereits im November 2006 musste Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) verkünden, dass das neue Konzerthaus 54,8 Millionen Euro teurer wird. Wegen der großen volkswirtschaftlichen Bedeutung empfahl er dennoch den Bau. Auch die Grünen in der Bürgerschaft stimmten dem Prestigeprojekt zu. Deshalb dürfte die Freigabe zusätzlicher Gelder auch in einer möglichen schwarz-grünen Koalition kein Problem sein.



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