Kleinkind nach Misshandlung gestorben
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Das knapp zwei Jahre alte Kleinkind, das nach Polizeiermittlungen vom Freund der Kindesmutter schwer misshandelt wurde, ist am Freitag in einer Mindener Klinik gestorben. Das teilte die Polizei in Minden am Abend mit. Der 24 Jahre alte Mann war am Donnerstag wegen versuchten Totschlags, schwerer Körperverletzung und Misshandlung Schutzbefohlener verhaftet worden. In seiner Vernehmung hatte er angegeben, der 22 Monate alte Junge - Sohn seiner 35 Jahre alten Freundin - sei mehrfach gestützt. Später habe er ihn aus Frust und Überforderung mehrfach aufs Bett geschleudert, sagte er den
Ermittlern.
Die Ärzte hatten bei dem Kleinkind ein schweres Schädel- Hirn-Trauma und ein Hirnödem sowie Verletzungen am Analbereich festgestellt und notoperiert. Bereits am Freitagvormittag hatte ein Polizeisprecher gesagt, es sei «mit dem Allerschlimmsten» zu rechnen. «Fest steht, dass der Mann der Täter ist», sagte der Polizeisprecher weiter. Das Motiv sei noch unklar. Die Vernehmung des Mannes sei abgeschlossen. Nach Angaben der Stadt Minden gab es zuvor zu keinem Zeitpunkt Anzeichen von Gewalt in der Familie. Am Tattag hatte er sich laut Polizei allein mit dem Kleinkind in der Wohnung aufgehalten. Erst am Abend bemerkte die Mutter die schweren Verletzungen des Kindes. Der 24-Jährige, ein Saisonarbeiter und Erntehelfer, hielt sich seit Ostern bei der Familie auf. Zunächst hatten Polizeibeamte am späten Dienstagabend die Mutter und den 24- Jährigen vorläufig festgenommen wegen des Verdachts auf Missbrauch des Jungen. Nach ersten Vernehmungen war die 35-Jährige wieder entlassen worden. Die allein erziehende Mutter erhielt seit Dezember 2007 sozialpädagogische Familienhilfe vom Jugendamt der Stadt. Bis zu dreimal in der Woche besuchte das Jugendamt die Familie, zu der noch zwei weitere Kindern gehören: ein sechsjähriger Junge und ein siebenjähriges Mädchen. Die beiden Kinder sind unversehrt.
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