Kampagne gegen dürre Models in Mode und Werbung - Extrem dürre Models sollen aus Werbung und Modeschauen verbannt werden. Im Kampf gegen die massive Verbreitung von Essstörungen bei Mädchen und jungen Frauen haben die Bundesregierung und zahlreiche Prominente daher eine Selbstverpflichtung der Werbe- und Modebranche gefordert. Zudem sollen Aufklärung und Forschung stark ausgebaut werden, hieß es zum Start der Kampagne «Leben hat Gewicht - gemeinsam gegen den Schlankheitswahn» am Donnerstag in Berlin. «Magermodels gehören weder auf den Laufsteg noch in die Werbung», sagte Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). «Wir wollen andere Vorbilder», so Schmidt.
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Kampagne gegen dürre Models in Mode und Werbung

2007/12/13 17:53

Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
Extrem dürre Models sollen aus Werbung und Modeschauen verbannt werden. Im Kampf gegen die massive Verbreitung von Essstörungen bei Mädchen und jungen Frauen haben die Bundesregierung und zahlreiche Prominente daher eine Selbstverpflichtung der Werbe- und Modebranche gefordert. Zudem sollen Aufklärung und Forschung stark ausgebaut werden, hieß es zum Start der Kampagne «Leben hat Gewicht - gemeinsam gegen den Schlankheitswahn» am Donnerstag in Berlin. «Magermodels gehören weder auf den Laufsteg noch in die Werbung», sagte Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). «Wir wollen andere
Kampagne gegen dürre Models in Mode und Werbung
Vereint im Kampf gegen dürre Models: Bildungsministerin Schavan, Emma-Herausgeberin Schwarzer, Gesundheitsministerin Schmidt und Familienministerin von der Leyen. (v.l.n.r.)
Vorbilder», so Schmidt. «Dürrsein darf nicht länger als schick gelten, sondern muss ein Schock sein», verlangte «Emma»-Herausgeberin Alice Schwarzer, die die Initiative angestoßen hatte.

«Wenn falsche Bilder und Vorbilder wirken, dann kann es auch gelingen, dass Bilder des Authentischen wirken», sagte Forschungsministerin Annette Schavan (CDU). Designerin Jette Joop nannte eine Selbstverpflichtung ihrer Branche «eine gute Idee». Auch Gesundheitsatteste für Models könnten ein Schritt sein. Schmidt verwies auf die «erschreckenden Zahlen» der ersten umfassenden deutschen Studie zu Essstörungen mit 17 600 Jugendlichen. Rund 22 Prozent der 11- bis 17-Jährigen zeigen nach der vom Robert Koch-Institut durchgeführten Untersuchung Symptome einer Essstörung. Während der Anteil bei Jungen mit dem Alter abnimmt, steigt er bei Mädchen mit 17 Jahren auf 30 Prozent an. Das Problem habe in den vergangenen Jahre zugenommen, sagte Schmidt. Magersucht entwickelt sich häufig bereits ab einem Alter von 12 Jahren.

«Magersucht ist überwiegend weiblich, und sie ist sehr jung», sagte Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU). Neun von zehn Betroffenen seien weiblich, jede zehnte Kranke sterbe daran. Bereits Familie und Kindertagesstätte müssten auf natürliche Ernährung abzielen. «Essen ist nicht Belohnung, ist nicht Bestrafung», mahnte die Ministerin. Internetforen, in denen falsche Schlankheitsideale gefeiert würden, müssten vom Betreiber freiwillig geschlossen werden. Verbote müssten durchgesetzt werden, wenn Nutzer gefährdet seien. Schwarzer rief dazu auf, Essstörungen endlich als zentrale «Massenpsychose der westlichen Welt» und vorherrschende Sucht bei Frauen in den Blick zu nehmen. Länder wie Großbritannien, Spanien oder Italien seien weiter. Teil der deutschen Kampagne sollen unter anderem auch mit Millionensummen geförderte Modellprojekte wie verbesserte Therapien und ein Expertengremium sein, das weitere Aktivitäten beraten soll.

Der Sprecher des Zentralverbandes der Deutschen Werbewirtschaft und des Deutschen Werberates, Volker Nickel, warf der Bundesregierung im «Saarländischen Rundfunk» «populistische Verlogenheit» vor: «Der Werbung wird mal wieder alles in die Schuhe geschoben.» Die frauenpolitische Fraktionssprecherin der Grünen, Irmingard Schewe- Gerigk, forderte, Taten folgen zu lassen. «Das darf keine Eintagsfliege sein», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur dpa.



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dürre Models (von Paul)
Ein super Team, Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer, und Familienministerin von der Leyen. Jetzt fehlt nur noch B. U.


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