Kalter Krieg: Putin kündigt massive Aufrüstung an
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Moskau (dpa) - Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine massive Aufrüstung angekündigt. Er will die russischen Streitkräfte bis 2015 mit modernsten Kampfjets, Atom-U-Booten und Interkontinentalraketen ausgestattet würden. «Das sind grandiose und zugleich auch realisierbare Pläne», sagte er im Staatsfernsehen.
Putin verteidigte seine Gespräche mit der iranischen Führung in Teheran und bezeichnete sie als wichtigen Beitrag zur friedlichen Lösung des Atomkonflikts. «Der direkte Dialog führt schneller zum Erfolg als eine Politik der Drohungen und Sanktionen»,
sagte er in Moskau. Der Iran sei im Energiesektor ein «sehr wichtiger Partner» Russlands.
Putin ging auch auf Geheimdienstberichte im Vorfeld der Reise ein, die vor einem Anschlag auf Putin in Teheran warnten. «Das war nichts anderes als der Versuch, den Besuch zu verhindern», sagte der Kremlchef. Nach russischen Angaben stammten die Informationen von ausländischen Geheimdiensten. Putin hatte am Dienstag die iranische Führung in Teheran getroffen. In der alljährlichen Fragestunde, bei der russische Bürger per Telefon, über das Internet und bei Live-Schaltungen aus den Regionen Fragen stellen dürfen, übte Putin erneut deutliche Kritik an der Militärpolitik der USA im Irak. «Schießen können sie, aber keine Ordnung schaffen», sagte er. Er forderte von Washington ein konkretes Datum für einen Truppenabzug aus dem Irak. Der Iran hat unterdessen die Warnung von US-Präsident George W. Bush vor einem Dritten Weltkrieg als «psychologischen Propaganda- Krieg» bezeichnet. «Derartige Äußerungen spiegeln schlicht die Verärgerung der USA angesichts des iranischen Erfolgs auf dem internationalen Parkett wider», sagte der stellvertretende Leiter des Nationalen Sicherheitsrates, Rahman Fasli, am Donnerstag der Nachrichtenagentur ISNA. Der Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Teheran habe Washingtons noch zusätzlich verärgert, da die Visite den Status der USA im Nahen Osten geschwächt habe, sagte er. Bush hatte am Vortag erklärt, der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad habe deutlich gemacht, dass er die Zerstörung Israels anstrebe. Wer also Interesse an der Vermeidung eines Dritten Weltkriegs habe, müsse auch daran interessiert sein, dass der Iran nicht über die Grundlagen für den Bau einer Atombombe verfüge, sagte Bush.
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