Hintergrund: Komplizierte Kandidatenkür - Die Auswahl der Präsidentschaftskandidaten in den USA folgt einem komplizierten System und ist von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden. Es gibt Abstimmungen, bei denen nur die jeweiligen eingetragenen Parteimitglieder zugelassen sind und andere, an denen sich auch Unabhängige beteiligen dürfen. Es gibt landläufig als «Vorwahlen» bezeichnete Abstimmungen in Wahllokalen (Primary) und Kandidatenküren auf vielen kleineren Parteiversammlungen (Caucus). Bei den Primaries und Caucusses wird das Gros der Delegierten für die Nominierungsparteitage der Demokraten und Republikaner gewählt. Daneben gibt es noch sogenannte Superdelegierte (bei den Demokraten) beziehungsweise ungebundene Delegierte (bei den Republikanern), die unabhängig von den Ergebnissen der Vorwahlen votieren können.
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Hintergrund: Komplizierte Kandidatenkür

2008/02/20 11:14

Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
Die Auswahl der Präsidentschaftskandidaten in den USA folgt einem komplizierten System und ist von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden. Es gibt Abstimmungen, bei denen nur die jeweiligen eingetragenen Parteimitglieder zugelassen sind und andere, an denen sich auch Unabhängige beteiligen dürfen. Es gibt landläufig als «Vorwahlen» bezeichnete Abstimmungen in Wahllokalen (Primary) und Kandidatenküren auf vielen kleineren Parteiversammlungen (Caucus). Bei den Primaries und Caucusses wird das Gros der Delegierten für die Nominierungsparteitage der Demokraten und Republikaner gewählt.
Hintergrund: Komplizierte Kandidatenkür
Am Super Tuesday fällt möglicherweise eine Vorentscheidung, wer die besten Chancen auf den Einzug ins Weiße Haus hat.
Daneben gibt es noch sogenannte Superdelegierte (bei den Demokraten) beziehungsweise ungebundene Delegierte (bei den Republikanern), die unabhängig von den Ergebnissen der Vorwahlen votieren können.

In diesem Jahr wird es bei den Demokraten wegen des Kopf-an-Kopf- Rennens zwischen Hillary Clinton und Barack Obama besonders kompliziert: Die Superdelegierten könnten zum Zünglein an der Waage werden. Da die Identität der meisten feststeht - so gehört etwa Bill Clinton dazu -, werben beide Konkurrenten bereits intensiv um diese Stimmen. Insgesamt 4049 Delegierte, 796 davon Superdelegierte, wird es auf dem Nominierungsparteitag der Demokraten vom 25. bis zum 28. August in Denver (Colorado) geben. Zur Nominierung sind mindestens 2025 Stimmen erforderlich. Beim Nominierungsparteitag der Republikaner vom 1. bis zum 4. September in Minneapolis (Minnesota) werden 2380 Delegierte aufmarschieren, 463 davon sind ungebunden.

Auch bei der Verteilung der Delegierten, die jeder Kandidat aufgrund der Vorwahlergebnisse bekommt, gibt es Unterschiede. Die Demokraten verfahren in allen Bundesstaaten im Prinzip nach einem proportionalen System, das heißt, die Verteilung der Delegierten richtet sich nach dem jeweiligen prozentualen Abstimmungsergebnis. Bei den Republikanern gibt es in einigen Staaten das Prinzip «the winner takes it all», das heißt dem Gewinner werden alle Delegiertenstimmen zugesprochen. Andere Staaten verfahren nach einem proportionalen Schlüssel und wiederum andere nach einem gemischten System aus beiden.



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