Hintergrund: 250 Arbeitstage Tüftelei für einen «Trojaner» - Das Bundesverfassungsgericht hat am Mittwoch über die umstrittenen Online-Durchsuchungen entschieden. Fragen und Antworten zu technischen Details:
Wie funktioniert eine Online-Durchsuchung? Die Fahnder müssen dafür heimlich ein Programm, «Trojaner» genannt, in den Computer des Verdächtigen einschleusen, etwa als Anhang einer E-Mail oder durch eine Lücke im Sicherheitssystem des Rechners. Denkbar ist auch, eine Art Computerwanze zu installieren, wofür aber ein Ermittler heimlich in die Wohnung einbrechen müsste.
Wofür kann eine Online-Durchsuchung genutzt werden? Damit kann heimlich der Inhalt der gesamten Festplatte kopiert werden. Mit einer «Online-Überwachung» können aber auch sämtliche Aktivitäten des Nutzers an seinem Rechner protokolliert werden.