Hintergrund: 250 Arbeitstage Tüftelei für einen «Trojaner» - Das Bundesverfassungsgericht hat am Mittwoch über die umstrittenen Online-Durchsuchungen entschieden. Fragen und Antworten zu technischen Details: Wie funktioniert eine Online-Durchsuchung? Die Fahnder müssen dafür heimlich ein Programm, «Trojaner» genannt, in den Computer des Verdächtigen einschleusen, etwa als Anhang einer E-Mail oder durch eine Lücke im Sicherheitssystem des Rechners. Denkbar ist auch, eine Art Computerwanze zu installieren, wofür aber ein Ermittler heimlich in die Wohnung einbrechen müsste. Wofür kann eine Online-Durchsuchung genutzt werden? Damit kann heimlich der Inhalt der gesamten Festplatte kopiert werden. Mit einer «Online-Überwachung» können aber auch sämtliche Aktivitäten des Nutzers an seinem Rechner protokolliert werden.
Pressemitteilungen international in 15 Sprachen für 22 Länder kostenlos einstellen
Pressemitteilungen Kleinanzeigen

Hintergrund: 250 Arbeitstage Tüftelei für einen «Trojaner»

2008/04/16 11:46

Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
Das Bundesverfassungsgericht hat am Mittwoch über die umstrittenen Online-Durchsuchungen entschieden. Fragen und Antworten zu technischen Details:

Wie funktioniert eine Online-Durchsuchung? Die Fahnder müssen dafür heimlich ein Programm, «Trojaner» genannt, in den Computer des Verdächtigen einschleusen, etwa als Anhang einer E-Mail oder durch eine Lücke im Sicherheitssystem des Rechners. Denkbar ist auch, eine Art Computerwanze zu installieren, wofür aber ein Ermittler heimlich in die Wohnung einbrechen müsste.

Wofür kann eine Online-Durchsuchung genutzt
Hintergrund: 250 Arbeitstage Tüftelei für einen «Trojaner»
werden? Damit kann heimlich der Inhalt der gesamten Festplatte kopiert werden. Mit einer «Online-Überwachung» können aber auch sämtliche Aktivitäten des Nutzers an seinem Rechner protokolliert werden. Das ermöglicht den Zugriff auf flüchtig gespeicherte Daten, wie Passwörter oder Codes zur Verschlüsselung von Daten. Damit lässt sich auch die Internet-Telefonie abhören. Man spricht hier von einer «Quellen-Telekommunikationsüberwachung» («Quellen-TKÜ»), weil die Telefonate nicht in der Leitung, sondern - vor ihrer Verschlüsselung - an der «Quelle» abgehört werden.

Ist die Online-Durchsuchung aufwendig? Ja. Jeder «Trojaner» muss auf die Systembedingungen des Betroffenen zugeschnitten sein. Außerdem muss ein staatliches Schnüffelprogramm unauffällig bleiben und darf keine Sicherheitslücken hinterlassen. Der Informatik-Professor Felix Freiling schätzt, dass an der Vorbereitung eines «Trojaners» im Schnitt zwölf Experten jeweils einen Monat lang arbeiten müssten.



Kontakt zum Autor des Artikels:
 

Kommentare




Kommentar schreiben
Überschrift Name
Ihr Kommentar (max. 400 Zeichen)
captchas

Bitte den oben stehenden Code eingeben.
Social Bookmarking
Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Folkd Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Digg Bookmark bei: Reddit Bookmark bei: Simpy Bookmark bei: Slashdot Bookmark bei: Netscape Bookmark bei: Google Bookmark bei: Blinklist Bookmark bei: Diigo Bookmark bei: Newsvine Bookmark bei: Ma.Gnolia Bookmark bei: Netvouz

zurück zur Kategorieseite: Internet / Datenschutz
Dieser Artikel wurde 375 Mal gelesen


 
 

Presseartikel nach Autoren
A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z