Hartz IV selbstgemacht? - Der gelernte Maurer und Maler, Walter G. *, war langezeit für eine kleine Firma tätig, bis seine Knie der Dauerlast nicht mehr standhielten. Die Schmerzen konnten nur operativ beseitigt werden und mit viel Ruhe sollte Walter G. nach 6 Wochen wieder einsatzbereit sein. Doch er war nicht mehr so belastbar und daher für die Firma nicht mehr tragbar.
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Hartz IV selbstgemacht?

2008/03/30 11:00

Pressemeldung von:
Verein für Existenzsicherung e. V.
Der gelernte Maurer und Maler, Walter G. *, war langezeit für eine kleine Firma tätig, bis seine Knie der Dauerlast nicht mehr standhielten. Die Schmerzen konnten nur operativ beseitigt werden und mit viel Ruhe sollte Walter G. nach 6 Wochen wieder einsatzbereit sein. Doch er war nicht mehr so belastbar und daher für die Firma nicht mehr tragbar. Bis dahin hatte er recht gut verdient, denn neben seinem Stundenlohn von 12,40 € war er am Umsatz beteiligt. So konnte er seinen Verdienst mitbestimmen.

Das Arbeitslosengeld reichte gerade so, um seinen gewohnten Lebenstandard zu
Hartz IV selbstgemacht?
halten. Es sollte schnellstens eine neue Arbeit her, doch mit den Knien, war es ihm unmöglich auch nur annähernd wieder den Stundensatz von vorher zu erhalten. Ein Jahr ging schnell ins Land und Walter G. rutschte ins Hartz IV, nun wurden seine Miete samt Nebenkosten übernommen und er erhielt noch 347,00 € zum Leben – das ist nicht viel, dachte er und bot Freunden und Bekannten seine Hilfe an. Erst sollte es nur so lange sein, bis er wieder einen guten Arbeitsplatz hat, dann stellte er fest, dass er nun um einiges MEHR in der Tasche hat als vorher. Selbst Urlaub, mehrmals im Jahr ist kein Problem und durch die freie Zeiteinteilung geht es seinen Knien wieder gut. Hier wird die Trägheit und Schwarzarbeit der Menschen gefördert!

Warum kostet ein Handwerker soviel?

Wer einen Handwerker braucht muss mit einen Stundensatz von 40,- € aufwärts rechnen zuzüglich der An- und Abfahrt sowie den Materialkosten. Für einen Durchschnittsverdiener ist das kaum bezahlbar.

Aber wo bleibt nun das ganze Geld? Berechnet ein Handwerker zum Beispiel eine Arbeitsstunde mit Netto 44,- €, so entfallen davon etwa 13,- € auf den Stundenlohn, 11,74 € auf Lohnnebenkosten und 17,06 € sind Gemeinkosten. Dem Betrieb verbleiben unter dem Strich nur 2,20 € Gewinn. Was sind Gemeinkosten? Darunter fallen, lt. Hwk- Stuttgart, Gehälter und Personlanebenkosten für Mitarbeiter im Büro, Raumkosten, Heizung, Strom, Gas, Wasser, betriebliche Versicherung, Gebühren, Beiträge (HK, IHK) Porto, Telefon, Werbung, Internet, EDV, KFZ-Kosten, Rechts- und Beratungskosten, Instandhaltung, Reparaturen, Reinigung, nichtverrechenbare Zeiten, Zinsen für Kredite, Abschreibungen auf abnutzbare Wirtschafsgüter, kalkulatorische Kosten.

Bei der ernomen, überwiegenden steuerlichen Belastung ist es nicht verwunderlich, wenn Mitarbeiter entlassen werden und diese dann wie Walter G. enden.

Die Unzufriedenheit in Deutschland wird immer größer, deshalb wandern nicht nur Reiche sondern auch immer mehr Mitbürger aus der Unter- und Mittelschicht ab. Wenn hier nicht bald von der Regierung eine Wende herbei geführt, so werden wir unser derzeit noch tolles Bruttosozialprodukt nicht mehr lange erreichen. Schulden nehmen zu, Einnahmen gehen stark zurück und die Steuerlast wird immer höher – so kann und darf das nicht weiter gehen! Schuldnerberater schlagen Alarm! * Name geändert



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