Hanseboot startet in Hamburg mit Besucherandrang
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Pressemeldung von:
Ancoso Development GmbH
Hamburg (dpa) - Die 47. Hanseboot in Hamburg hat am Samstag mit
einem Besucherandrang begonnen. Bis zum 5. November zeigen rund 900 Aussteller aus 30 Nationen auf der größten Wassersportmesse des Nordens mehr als 1200 Boote sowie die gesamte Zubehörpalette. Das größte Exponat - eine 25 Meter lange und fünf Millionen Euro teure Segelyacht - blieb zunächst unverkauft. Die meisten Freizeitskipper beließen es beim Kauf kleineren Bordbedarfes. Blickfang der 47. Hanseboot ist die neue Halle A1. Dort stehen mit den um zwölf Meter langen Segelyachten jene Boote, die nach
Angaben des Deutschen Boots- und Schiffbauerverbandes (DBSV) derzeit besonders gefragt sind. «Allein im ersten Halbjahr 2006 wurden Boote im Wert von 25 Millionen Euro importiert», sagt DBSV-Geschäftsführer Claus-Ehlert Meyer, «das ist ein Zuwachs von fast 100 Prozent».
Doch am Eröffnungswochenende der Hanseboot werden teure Schiffe zumeist nur bestaunt und nicht bestellt. Dafür drängen sich Kauflustige in den Hallen für Surfer und Jollensegler. Traditionell herrscht in diesem Bereich mit vielen kleinen Händlern Basarstimmung - schon wenige Stunden nach der Messeeröffnung werden die ersten verkauften Surfbretter und Segel aus der Halle getragen. Dass diese Szene durch junge Segler geprägt wird, freut vor allem den Präsidenten des Deutschen Segler-Verbandes, Rolf Bähr: «Segeln ist wieder in; jetzt brauchen wir nur noch den Durchbruch bei den Vereinen.» Nach Jahren der Flaute in der Nachwuchsarbeit registriere der Verband wieder wachsende Aktivitäten. Ruhiger geht es derweil in den Hallen für Motorbootfahrer zu. Die hohen Spritpreise bremsen das Interesse an den PS-starken und durstigen Sportbooten. Zugleich beschleunigen sie die Innovationen der Branche. Während die meisten Bootspremieren auf der Messe im Prinzip Weiterentwicklungen sind, gibt es im Antriebsbereich echte Neuheiten - zum Beispiel einen mit Propangas betriebenen Motor. Neu sind allerdings auch einige Präsentationen auf der Hanseboot. Die Messe richtete so genannte Themeninseln ein, auf denen sich Besucher von Fachleuten beispielsweise zu Urlaubstörns beraten lassen oder wie in der Beach-Lounge der Surfer einfach feiern können. Dicht umlagert ist das «Live-Deck» in Halle 2. In einer riesigen Duschkabine dürfen Wassersportler dort Wetterbekleidung bei künstlichem Wind und Regen testen. «In den Messehallen vom Segeln zu träumen, ist doch schöner als kalt und klatschnass an Deck zu stehen», stellt ein Besucher nach dem Selbstversuch fest.
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