Hamburger Nano-Zentrum CAN mit zwei Meilensteinen in der medizinischen Forschung - Hamburg, 22. September 2008 – Mit zwei Meilensteinen unterstreicht das Hamburger Centrum für Angewandte Nanotechnologie (CAN) seine Kompetenz und Relevanz im Bereich nanomedizinischer Forschung. Erstmalig wird auf der Fachmesse „Nanotech Northern Europe“ in Kopenhagen (23. bis 25. September) die neue Produktgruppe vorgestellt – die sogenannten „CANdots“.
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Hamburger Nano-Zentrum CAN mit zwei Meilensteinen in der medizinischen Forschung

2008/09/22 13:19

Pressemeldung von:
Centrum für Angewandte Nanotechnologe
Hamburg, 22. September 2008 – Mit zwei Meilensteinen unterstreicht das Hamburger Centrum für Angewandte Nanotechnologie (CAN) seine Kompetenz und Relevanz im Bereich nanomedizinischer Forschung. Erstmalig wird auf der Fachmesse „Nanotech Northern Europe“ in Kopenhagen (23. bis 25. September) die neue Produktgruppe vorgestellt – die sogenannten „CANdots“. Hierbei handelt es sich um fluoreszierende Nanopartikel – auch Quantum Dots genannt –, die aufgrund eines von der CAN GmbH patentierten Herstellungsverfahrens eine außerordentlich hohe Reproduzierbarkeit im Vergleich zu
Hamburger Nano-Zentrum CAN mit zwei Meilensteinen in der medizinischen Forschung
Neue Produktgrupe: CANdots
herkömmlichen Fluoreszenzmarkern aufweisen. „Die CANdots verändern ihre physikalischen Eigenschaften mit der Partikelgröße und diese können wir reproduzierbar genau einstellen“, resümiert CAN-Geschäftsführer Dr. Frank Schröder-Oeynhausen.

„Mit Hilfe von statistischen Methoden konnte gezeigt werden, dass die so produzierten Nanopartikel um ein Vielfaches reproduzierbarere Eigenschaften besitzen als die am Markt etablierten Partikel“, erklärt CAN-Projektleiter Jan Niehaus. Mit der Produktgruppe erhält die CAN GmbH Zugang zu einer großen Vielzahl von Anwendungsgebieten, insbesondere in der medizinischen Diagnostik und der Optoelektronik. Das in Kooperation mit der Universität Hamburg entwickelte Verfahren erlaubt die Produktion auch größerer Mengen der CANdots mit wesentlich geringerem Aufwand im Vergleich zu bisher üblichen Verfahren. Der in Kopenhagen vorgestellten Serie A werden weitere folgen. Die „Nanotech Northern Europe“ ist Europas größte jährliche Konferenz auf dem Gebiet der Nanotechnologie und umfasst eine Ausstellung mit den Schwerpunkten Gesundheit, Energie und Ernährung.

BMBF-Vorhaben zur Krebsfrüherkennung bewilligt
Startschuss für das BMBF-Vorhaben „PROCEED“ mit maßgeblicher Beteiligung der CAN GmbH: Das Projekt „Translating Molecular Profiles into Enhanced Diagnosis of Clinically Significant Prostate Cancer" unter Leitung des DKFZ Heidelberg widmet sich der Früherkennung von Prostatakarzinomen. Ziel ist eine schneller und gezielter einsetzende Behandlung und damit eine Verbesserung der Heilungschancen. Dabei fällt der Entwicklung neuer molekularer Marker mit verbesserten Eigenschaften eine große Bedeutung zu, die von der CAN GmbH und dem physikalischen Institut der Universität Hamburg entwickelt. In Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Eppendorf und der Martini-Klinik werden diese funktionalisierten Nanopartikel an Gewebeproben getestet und mit herkömmlichen Markern verglichen. „Unsere Aufgabe ist an der Grenze zwischen Technologieentwicklung und klinischer Anwendung angesiedelt“, erklärt Schröder-Oeynhausen. „Ein erfolgreicher Abschluss dieses Projekts wird zu einer deutlichen Verbesserung der Identifikation des Tumorgewebes bei der Prostatektomie und somit zu besseren Heilungschancen für den Patienten führen.“



Kontakt zum Autor des Artikels:
web: http://www.can-hamburg.de
 

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