Geschwisterkonflikte im Alltag – Was Eltern tun können, wenn Geschwister streiten - Alltagskonflikte haben oft keine tiefgründigen Hintergründe. Sie ergeben sich aus der Nähe, die Familienmitglieder miteinander haben. Denn Nähe erzeugt Reibung. Alltagskonflikte kennt jede Familie. Reibereien im Alltag, das ist familiärer Alltag.
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Geschwisterkonflikte im Alltag – Was Eltern tun können, wenn Geschwister streiten

2007/04/10 06:55

Pressemeldung von:
Punkt-Genau-Seminare
Alltagskonflikte haben oft keine tiefgründigen Hintergründe. Sie ergeben sich aus der Nähe, die Familienmitglieder miteinander haben. Denn Nähe erzeugt Reibung. Alltagskonflikte kennt jede Familie. Reibereien im Alltag, das ist familiärer Alltag. Wiederholen sich jedoch bestimmte Alltagskonflikte regelmäßig zwischen den immer gleichen Geschwistern, ohne dass sich eine Befriedung einstellt, ist es sinnvoll, einmal genauer hinzuschauen. Hier und da führen unsere überfordernden oder sich widersprechenden Vorstellungen von Familie und Zusammenleben zu untergründigen Störungen, die sich
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Geschwisterkinder
dann in Alltagskonflikten zeigen.
Einmal verfestigte Konflikte laufen oft nach bestimmten Interaktionsmustern ab und es entstehen fest eingefahrene Kommunikationszyklen. Die einmal gefundenen Positionen werden beibehalten, weil sie zum Erfolg führen. In lebendigen und aneinander interessierten Beziehungszusammenhängen werden solche verhärteten Rollenmuster regelmäßig verflüssigt. Um eine solche Verflüssigung zu unterstützen, ist es gut, wenn Eltern ihre Kinder in Alltagskonflikten darauf aufmerksam machen, wie sie miteinander umgehen und Ihnen Alternativen aufzeigen.

Dabei kommt es auf die richtige Dosis an. Wenn Eltern zuviel pädagogisieren, schalten ihre Kinder auf Durchzug. Lassen Sie ihnen deshalb Raum für Wendemanöver! Helfen Sie ihnen dabei, zu begreifen, dass es in einem Konflikt die Fähigkeit braucht, die eigene Position im richtigen Moment um der Sache willen loslassen zu können und die eigene Rolle preiszugeben.
Zunächst gehört Mut dazu, so zu handeln. Wer es aber schon häufiger erlebt hat, wie dieses Vorgehen weiter führt, der wird immer wieder darauf zurückgreifen, wenn ihm an Lösungen und am Miteinander gelegen ist. Aus dem „Miteinandersein“ entwickeln sich Vorstellungen von sich und der Welt. Geschwisterkinder erfahren sich im „Miteinandersein“ eingebunden in ein Größeres. Es ist ein beständiger Prozess, an dem im Übrigen auch die Eltern beteiligt sind und den man nicht einfach stoppen kann. Konflikte müssen als Wirklichkeit anerkannt werden. Wer konstruktiv mit ihnen umgehen will, versucht sie achtsam wahrzunehmen, wird seinen Blick darauf schulen und alles dafür tun, dass sich die tatsächlichen Inhalte eines Konfliktes erschließen. Für ihn ist es selbstverständlich sich in Geduld zu üben, um dem Konflikt die Zeit zu lassen, die er braucht, um sich in seinem tieferen Wollen zu erschließen.
Das Leben, die Beziehungen oder auch das Menschsein als solches sind weder heil noch sind sie jemals konfliktfrei oder auch nur konfliktarm. Auch wenn unsere Sehnsucht durchaus darauf ausgerichtet sein mag. Es bleibt uns also nur die Kommunikation darüber und damit diese gelingt, muss sie geübt werden. Kommunikation will gelernt werden, mit Hilfe der Eltern.

Joachim Armbrust
Streit unter Geschwistern
Urania Verlag
ISBN 978-3-332-01937-7



Kontakt zum Autor des Artikels:
web: http://www.Punkt-Genau-Seminare.de
 

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