Folter und Tod für Chinas korrupte Beamte in populärem Online-Spiel - Peking (dpa) - Chinesen können in einem neuen Computerspiel korrupte Beamte, deren Liebhaberinnen und Kinder foltern und töten. Das «Unbestechlicher Krieger» genannte Online-Spiel erfreut sich nur wenige Tage nach dem Erscheinen so großer Beliebtheit, dass der Server überlastet wurde. Das berichtete die Zeitung «Nanfang Dushibao» (Southern Metropolis). Das Webportal sina.com allein verzeichnete mehr als 100 000 Downloads.
Pressemitteilungen international in 15 Sprachen für 22 Länder kostenlos einstellen
Pressemitteilungen Kleinanzeigen

Folter und Tod für Chinas korrupte Beamte in populärem Online-Spiel

2007/08/02 16:20

Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
Peking (dpa) - Chinesen können in einem neuen Computerspiel korrupte Beamte, deren Liebhaberinnen und Kinder foltern und töten. Das «Unbestechlicher Krieger» genannte Online-Spiel erfreut sich nur wenige Tage nach dem Erscheinen so großer Beliebtheit, dass der Server überlastet wurde. Das berichtete die Zeitung «Nanfang Dushibao» (Southern Metropolis). Das Webportal sina.com allein verzeichnete mehr als 100 000 Downloads. Die Entwicklung des Spiels finanzierte die Disziplinarkommission der Kommunistischen Partei in Ningbo (Provinz Zhejiang), die an vorderster Front im Kampf gegen
Korruption steht.

Der Held ist ein «ehrlicher und aufrechter Funktionär», der korrupte Beamte, deren Kinder sowie die in Bikinis auftretenden Geliebten mit Waffen, Folter oder Zauberei umbringt. Die Kinder erscheinen als Monster mit dem Namen «Sohn von korruptem Beamten» oder «Tochter von korruptem Beamten». Die pauschale Sippenhaft löste im Internet schon Kritik aus. Mit jedem toten bestechlichen Funktionär sammelt der Spieler neue Punkte, die seine Fähigkeiten in Kategorien wie «Korruptionskampf», «Moralischer Charakter» oder «Korruptionsfreiheit» verbessern. Sein Ziel ist das «ehrliche und korruptionsfreie Paradies».

Es sei das erste Computerspiel, das die Erziehung gegen die weit verbreitete Korruption mit Unterhaltung verbinde, schrieb die englischsprachige Tageszeitung «China Daily», die aber nichts von Folter oder Tod schrieb. «Ich habe ein tolles Gefühl, dass ich etwas erreicht habe, wenn ich haufenweise böse Beamte bestrafe», zitierte die Zeitung einen Spieler. Nach zwei Stunden Online-Spiel ohne Unterbrechung werde der Spaß aber abgebrochen, wie es nationale Vorschriften vorsehen, die Jugendliche vor Spielsucht bewahren sollen.



Kontakt zum Autor des Artikels:
 

Kommentare




Kommentar schreiben
Überschrift Name
Ihr Kommentar (max. 400 Zeichen)
captchas

Bitte den oben stehenden Code eingeben.
Social Bookmarking
Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Folkd Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Digg Bookmark bei: Reddit Bookmark bei: Simpy Bookmark bei: Slashdot Bookmark bei: Netscape Bookmark bei: Google Bookmark bei: Blinklist Bookmark bei: Diigo Bookmark bei: Newsvine Bookmark bei: Ma.Gnolia Bookmark bei: Netvouz

zurück zur Kategorieseite: Freizeit / Humor
Dieser Artikel wurde 1224 Mal gelesen


 
 

Presseartikel nach Autoren
A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z