Expertin: Rechtsextremisten wollen unerkannt bleiben - Rechtsextremisten wollen heute zunehmend für Außenstehende zunächst unerkannt bleiben. «Die Zeiten der Skinhead-Maskierung sind vorbei», sagte die Leiterin der Projektstelle gegen Rechtsextremismus im bayerischen Bad Alexandersbad, Simone Richter, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Stattdessen signalisierten Neonazis beispielsweise durch scheinbar harmlose Zeichen ihre Gesinnung. So richte sich ein umgebundenes Palästinensertuch gegen das Judentum. «Oder die Zahl 88 steht für HH, also Heil Hitler.
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Expertin: Rechtsextremisten wollen unerkannt bleiben

2007/10/21 17:10

Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
Rechtsextremisten wollen heute zunehmend für Außenstehende zunächst unerkannt bleiben. «Die Zeiten der Skinhead-Maskierung sind vorbei», sagte die Leiterin der Projektstelle gegen Rechtsextremismus im bayerischen Bad Alexandersbad, Simone Richter, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Stattdessen signalisierten Neonazis beispielsweise durch scheinbar harmlose Zeichen ihre Gesinnung. So richte sich ein umgebundenes Palästinensertuch gegen das Judentum. «Oder die Zahl 88 steht für HH, also Heil Hitler.»

Innerhalb der Szene würden diese versteckten Botschaften durchaus
Expertin: Rechtsextremisten wollen unerkannt bleiben
Springerstiefel eines Demonstranten der rechten Szene.
verstanden, sagte Richter. «Die Gesellschaft muss sich von der Vorstellung verabschieden, die Rechtsextremisten sind nur Dumpfbacken.» Innerhalb der Neonazis gebe es Hierarchien, die auf Intelligenz-Quotienten basierten. Jugendliche im ländlichen Raum sind nach Richters Beobachtung leichter für rechtsextremes Gedankengut zu gewinnen als junge Menschen in Städten. Dort gebe es mehr Ausländer und damit auch mehr Begegnungsmöglichkeiten, zum Beispiel in Fußballvereinen oder in der Schule. «Begegnungen mit Ausländern bauen Hemmschwellen ab.»

Die Neonazis versuchten zunächst, Jugendliche ohne politische Ideologie zu gewinnen und ihnen ein Gefühl von Aufgenommen- und Angenommensein zu geben. «Erst in einem zweiten Schritt geht es ideologisch zur Sache», erläuterte Richter. Dann würden auch geschichtliche Fakten wie der Holocaust oder die Kriegsschuld Deutschlands geleugnet.



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