Europa-Parlament lehnt FIFA-Plan ab - Brüssel (dpa) - Das Europäische Parlament hat sich gegen neue Regeln zur Begrenzung der Zahl ausländischer Spieler in Fußballmannschaften ausgesprochen.
Die Abgeordneten schlugen sich mit einem Beschluss zur Sportpolitik in Brüssel auf die Seite der Europäischen Fußball-Union. Anders als die vom Weltverband vorgeschlagene 6+5-Regel, die FIFA-Präsident Joseph Blatter vorantreibt, sei das UEFA-System eigener Nachwuchsspieler «nicht diskriminierend». Die Mitgliedstaaten und Sportvereinigungen sollten keine neuen Regeln einführen, die Sportler aufgrund ihrer Nationalität benachteiligen, erklärte das Parlament.
Nach dem Plan des FIFA-Chefs sollen von der Saison 2010/11 an in jedem Team mindestens vier nationale Spieler zum Einsatz kommen, ein Jahr später sollen es fünf heimische Akteure sein.