Escada arbeitet sich nur langsam aus der Krise
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Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
Nach dem Sturz in die Verlustzone arbeitet sich Deutschlands größter Damenmodekonzern Escada nur mühsam aus der Krise. «Wir sind absolut nicht zufrieden», sagte Vorstandschef Jean-Marc Loubier in Aschheim bei München. Das Unternehmen sei in der Vergangenheit zu langsam und zu komplex gewesen. Während die Luxusbranche insgesamt dynamisch gewachsen sei, habe Escada zuletzt Umsatzrückgänge hinnehmen müssen. Zwar sind inzwischen nach Einschätzung Loubiers die richtigen Weichen gestellt, der Umschwung werde seine Zeit brauchen. «Wir kommen aus einem Sanierungsjahr in ein
Übergangsjahr.» Im laufenden Geschäftsjahr will Escada Umsatz und operatives Ergebnis leicht steigern und unter dem Strich schwarze Zahlen schreiben.
Im Geschäftsjahr 2006/07 (31. Oktober) verhagelten die Sanierungskosten sowie ein Steuereffekt das Ergebnis. Unter dem Strich stand ein Verlust von 26,8 Millionen Euro nach einem Gewinn von 6,9 Millionen Euro im Jahr zuvor. Auch operativ gab es Einbußen. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank der Gewinn um fast acht Prozent auf 68,2 Millionen Euro. Der Umsatz gab um gut ein Prozent auf 687 Millionen Euro nach. Im Stammgeschäft mit Escada-Mode gingen die Erlöse sogar um knapp sechs Prozent zurück. «Wir sind absolut nicht zufrieden», sagte Loubier. Die Dividende fällt in diesem Jahr aus. Ob es für das laufende Geschäftsjahr eine Gewinnbeteiligung für die Aktionäre gibt, ließ der Vorstandsvorsitzende offen. Loubier hatte eine umfassende Sanierung eingeleitet. Unprofitable Shops werden geschlossen, das Geschäft mit Accessoires ausgebaut. Zudem sollen die Kollektionen wieder moderner ausfallen. «Ich möchte wieder in die Topliga der Industrie», sagte der Vorstandsvorsitzende der Escada AG.
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