Erster Schritt zu Retorten-Nashörnern - Berlin (dpa) - Um verschiedene Nashorn-Arten vor dem Aussterben zu bewahren, haben Berliner Wissenschaftler einer Nashornkuh in einem australischen Zoo zum ersten Mal lebende Eizellen entnommen. Der Eingriff sei weltweit das erste Mal gelungen und ein Meilenstein in der Reproduktionsmedizin bei den mächtigen Tieren, teilte das Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) am Dienstag mit. Das neue Verfahren eröffne die Hoffnung, Nashornembryonen im Reagenzglas heranzüchten und die Artenvielfalt so besser sichern zu können. «Diese Methode ist für manche Nashorn-Unterarten die einzige Möglichkeit, die genetische Vielfalt zu erhalten und sie vor dem Aussterben zu bewahren», sagte der IZW-Veterinärmediziner Robert Hermes am Dienstag. Die nächsten Schritte seien nun Laborexperimente, um Embryonen zu erhalten.
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