Ergebnisse des Medizinertests in Österreich - Zum zweiten Mal wurde dieses Jahr in Österreich ein Aufnahmetest zum Medizinstudium durchgeführt. Jetzt liegen die Ergebnisse vor und offenbaren, wie bereits im Vorjahr, dass die deutschen Bewerber sich offensichtlich besser vorbereitet haben. Immerhin haben die deutschen Bewerber im Schnitt 103,1 Punkte und die Bewerber aus Österreich 98,6 Punkte. Doch gute Leistungen im sogenannten Medizinertest bieten für viele Studienplatzanwärter keine Chance auf einen der begehrten Studienplätze. Denn die meisten Studienplätze gehen an die österreichischen Bewerber.
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Ergebnisse des Medizinertests in Österreich

2007/08/06 14:34

Pressemeldung von:
planZ Agentur für Bildungsberatung
Zum zweiten Mal wurde dieses Jahr in Österreich ein Aufnahmetest zum Medizinstudium durchgeführt. Jetzt liegen die Ergebnisse vor und offenbaren, wie bereits im Vorjahr, dass die deutschen Bewerber sich offensichtlich besser vorbereitet haben. Immerhin haben die deutschen Bewerber im Schnitt 103,1 Punkte und die Bewerber aus Österreich 98,6 Punkte. Doch gute Leistungen im sogenannten Medizinertest bieten für viele Studienplatzanwärter keine Chance auf einen der begehrten Studienplätze. Denn die meisten Studienplätze gehen an die österreichischen Bewerber. Grund ist eine Quotenregelung,
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PlanZ Agentur für Bildungsberatung
welche österreichischen Bewerbern 75% der Studienplätze garantiert, auch wenn diese schlechter als ihre Konkurrenten aus dem Ausland abschneiden.

Die Berliner Studienberatung planZ kommentiert die Situation wie folgt: Die Österreicher konnten mittels ihrer Quotenregelung den direkten Wettbewerb mit den deutschen Bewerbern noch mal vermeiden. Das werden sie auf Dauer aber nicht können und es kann auch nicht im Interesse Österreichs sein. Sie müssen ihre Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich beweisen. Bisher war es in Österreich egal, welche Maturanote ein Schulabsolvent hatte, da er auch mit einer schlechten Abschlussnote seinen Wunschstudienplatz erhielt. Somit ist klar, dass auch der Leistungsgedanke in der Schulzeit keine wesentliche Rolle spielt und frühestens im Studium in das Bewusstsein der Studierenden dringt. In Deutschland gibt es dies schon lange nicht mehr. Jedem Abiturienten ist klar, dass er sich auf dem Weg in eine Leistungsgesellschaft befindet.

Umso alarmierender ist, dass die Österreicher wahrscheinlich gegen die deutsche B-Mannschaft verloren haben. Denn die besten Abiturienten aus Deutschland haben sich ausschließlich in Deutschland beworben und sind in Österreich gar nicht erst angetreten. Würden die Studienplätze in Österreich nach Leistung vergeben, unabhängig von der Nationalität, steigerte sich die Leistungsbereitschaft der österreichischen Schulabsolventen wahrscheinlich sehr schnell. Dies kann eigentlich nur im Interesse der österreichischen Bildungspolitik sein. Aber leider haben die Verantwortlichen in Österreich kein Vertrauen in die Fähigkeiten ihres Nachwuchses. Wenn sich die österreichische Hochschullandschaft nicht dem internationalen Wettbewerb stellt, wird sie auf Dauer zur Zweitklassigkeit verdammt. Denn wer langfristig Spitzenleistung in Forschung und Entwicklung erzielen möchte, der ist auf hervorragenden Nachwuchs angewiesen – egal welcher Nationalität.

Ein Lichtblick ist, dass das beste Testergebnis von einer Österreicherin erzielt wurde. Warum? Wahrscheinlich ist die junge Dame schlau, fleißig und zielstrebig. Wichtige Eigenschaften für ein Universitätsstudium und das unabhängig von der Nationalität. Es ist zu hoffen, dass sich im kommenden Jahr mehr österreichische Nachahmer finden.



Kontakt zum Autor des Artikels:
web: http://www.planz-studienberatung.de
 

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