Eltern votieren für die Einführung von Schulbekleidung an Grundschulen - Eltern votieren für die Einführung von Schulbekleidung an Grundschulen! Veröffentlicht am : 17.08.2006 Veröffentlicht von: Marina Lemke, ML-Marktanalyse Marina Lemke legt Ergebnisse einer empirischen Studie, zur erstmals in Deutschland analysierten Einstellung der Eltern zur Einführung von Schulbekleidung an Grundschulen, vor. Die Diskussion über die Einführung einheitlicher Schulbekleidung ist ein Dauerbrenner, der erhebliche Ressourcen bindet und überwiegend auf rein intuitiver Ebene geführt wird. Den an dieser Diskussion Beteiligten stehen keine eindeutigen wissenschaftlichen Ergebnisse oder politische Aussagen zur Verfügung, die die Formulierung und Annahme einer Entscheidung erleichtern könnten.
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Eltern votieren für die Einführung von Schulbekleidung an Grundschulen

2006/08/19 05:42

Pressemeldung von:
ML-Marktanalyse, Marina Lemke
Eltern votieren für die Einführung von Schulbekleidung an Grundschulen!

Veröffentlicht am : 17.08.2006
Veröffentlicht von: Marina Lemke, ML-Marktanalyse

Marina Lemke legt Ergebnisse einer empirischen Studie, zur erstmals in Deutschland analysierten Einstellung der Eltern zur Einführung von Schulbekleidung an Grundschulen, vor.

Die Diskussion über die Einführung einheitlicher Schulbekleidung ist ein Dauerbrenner, der erhebliche Ressourcen bindet und überwiegend auf rein intuitiver Ebene geführt wird. Den an dieser Diskussion Beteiligten
stehen keine eindeutigen wissenschaftlichen Ergebnisse oder politische Aussagen zur Verfügung, die die Formulierung und Annahme einer Entscheidung erleichtern könnten. Die Schulbekleidung wird sporadisch eingeführt, in der Regel aber in den Klassen weiterführender Schulen. Die Grundschule spielte bei den bisherigen Überlegungen in Bezug auf die Schulbekleidung keine entscheidende Rolle. Aber gerade dort, bei den Jüngsten der Schulwelt, liegen die zukünftigen Potenziale. Dieser Schulabschnitt wird als Meilenstein weiterer Entwicklung der Kinder betrachtet.

Die wissenschaftliche Leiterin der ML-Marktanalyse, Marina Lemke (Dipl. Pädagogin und Diplomandin der Wirtschaftspsychologie), die mit ihrer Studie die Einstellung der Eltern zur Einführung von Schulbekleidung in einer Grundschule in Schneverdingen, Niedersachsen, untersuchte, stellt die Ergebnisse dieser Studie vor.
Die Grundlage der Untersuchung stellt das Drei-Faktoren-Modell dar, bei dem die Einstellung als Zusammenwirken affektiver, kognitiver sowie konativer Variablen erfasst wird. Diese treten in einer Verbindung mit einander, in einer Art Vermischung auf.

Die durch schriftliche Befragung und Gruppendiskussionen generierten Informationen deuten darauf hin, dass die Grundschule als eine „Gewöhnungszeit“ betrachtet wird und somit der ideale Ort ist, die Kinder an die Schulbekleidung heranzuführen. „In dieser Entwicklungsphase gelinge es einfacher,“ so die Meinung der Eltern, „den Kindern beizubringen, dass der Mitmensch nicht ausschließlich nach seinem Äußeren, sondern aufgrund erbrachter Leistungen und vorhandener Charaktereigenschaften, zu beurteilen ist.“ Zu den weiteren Ergebnissen zählt die Erkenntnis, dass der viel zitierte Markenzwang in der Grundschule nur eine sekundäre, kaum wahrnehmbare Rolle spielt. Vielmehr gelten für die Gruppenakzeptanz schon in diesem Alter bestimmte Statussymbole, wie Handy, GAME BOY und Tamagotschi. Die weiter erhoffte Erhöhung der Verbundenheit mit der Schule wird durch die einheitliche Schulbekleidung nicht bewirkt. Hier kommt es wohl mehr auf die Schulleitung und die Lehrkräfte an, die durch persönliches Engagement und Einbeziehen der Eltern in schulische Aktivitäten, die Identifikation mit der Schule unterstützen könnten. Der Schulbekleidung wird von den Eltern eine gewisse Entlastung zugeschrieben. Diese äußere sich in der Vereinfachung der permanenten Suche nach den für den Schulalltag geeigneten Bekleidungsstücken und in dem Entfallen ständiger Diskussionen bei der Wahl der Bekleidung für den nächsten Schultag.
Bei diesem Punkt sind jedoch auf Seiten der Eltern die Befürchtungen vorhanden, dass die freie Wahl des Kindes in punkto Bekleidung eingeengt und der persönliche Geschmack nicht berücksichtigt werden könnte.
Das war eine der Begründungen für die Ablehnung der Schulbekleidung, für die nur 21,2 % der Befragten votiert hatten. Ein weiterer Grund gegen die Schulbekleidung zu stimmen war die Vermutung der Entstehung zusätzlicher finanzieller Ausgaben. Historisch begründete Ablehnungen wurden überraschenderweise nicht vorgetragen.

Zusammengefasst lässt sich feststellen, dass die Mehrheit der Eltern eine positive Einstellung zur Einführung der Schulbekleidung aufweist und bereit ist diese zu unterstützen.
Die hohe Beteiligung an dieser Befragung (Rücklaufquote von 87,76 %) signalisiert die Wichtigkeit und die persönliche Relevanz des Themas einerseits und eine hohe Bereitschaft der Eltern zur Mitgestaltung des schulischen Lebens andererseits.

„Die oben dargestellten Ergebnisse wurden anhand der Befragung an nur einer Grundschule ermittelt. Die Generalisierbarkeit der Ergebnisse dieser Studie ist grundsätzlich gegeben. Um die Besonderheiten der einen oder anderen Schule zu ermitteln und diese für die Einführung von Schulbekleidung zu berücksichtigen, wird die Durchführung ergänzender Befragungen als sinnvoll empfohlen. Neben den bereits erwähnten Punkten, wie Markenzwang und Identifikation mit der Schule, darf nicht außer acht gelassen werden, dass die Bekleidung allgemein als eine wichtige Grundlage für die Bildung sozialer Vergleiche der Kinder dient. Steht diese in Teilbereichen nicht mehr zur Verfügung, entsteht ein gewisses Vakuum, das durch eine andere Möglichkeit unbedingt gefüllt werden sollte, die der Gewinnung wie auch den Einbezug erforderlicher laiendiagnostischer Informationen ermöglicht. In der Schule“ fährt Lemke fort, „sind dazu die Leistungen, sowohl die eigenen als auch die der Mitschüler, am besten geeignet. Damit sind nicht nur die kognitiven, sondern auch sportliche und soziale Leistungen gemeint.“
Als Resümee kann unterstrichen werden: „Eine erfolgreiche Einführung der Schulbekleidung wird nur dann möglich sein, wenn Schule und Eltern eng zusammenarbeiten, d.h. wenn ein stimmiges Konzept vorhanden ist, die Kommunikation stimmt und engagierte Lehrkräfte und überzeugte Eltern konstruktiv zusammenarbeiten“, so Marina Lemke.


Ansprechpartner für die Presse:

Marina Lemke
ML-Marktanalyse
Schmetterlingsweg 10, D-29640 Schneverdingen
Telefon 05193-9745-20 oder -0
Telefax 05193-9745-25 oder -24
e-mail- Pressemeldungen@ML-Marktanalyse.de

www.ML-Marktanalyse.de
www.ML-Marktanalyse.eu



Kontakt zum Autor des Artikels:
web: http://ml-marktanalyse.de
 

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