Dioxin-Alarm: Mozzarella droht Einfuhrverbot
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Rom/Brüssel (dpa) - In mindestens 25 Käsereien der Region Kampanien sind erhöhte Spuren der giftigen Substanz Dioxin in der Delikatesse aus Büffelmilch gefunden worden. Das geht aus ersten Analysen der Käse hervor, die das italienische Gesundheitsministerium an die EU in Brüssel weitergeleitet hat.
Die Werte lägen «leicht über den Grenzwerten», hielt das Ministerium nach einem Bericht der Zeitung «Corriere della Sera» vom Donnerstag dazu fest. Die EU-Kommission drohte unterdessen mit einem kompletten Einfuhrverbot für «Mozzarella di bufala» aus der Region.
Es gebe eine Spanne möglicher Maßnahmen, «die von Schutzmaßnahmen wie der Zurücknahme von Produkten aus dem Markt bis hin zu einem umfassenden Verbot reichen», sagte eine Sprecherin der EU-Behörde am Donnerstag. Die Kommission bezeichnete am späten Abend die bisherigen Maßnahmen Italiens als «unzureichend». Weiteres Handeln sei nötig. So habe es keine Rückrufaktionen für potenziell belasteten Weichkäse gegeben. Die italienischen Behörden informierten Brüssel, dass kein übermäßig mit Dioxin belasteter Mozzarella das Land verlassen habe. Nach den Überprüfungen waren 83 Büffel-Zuchtbetriebe als Vorsichtsmaßnahme geschlossen worden, gegen insgesamt 109 Personen wird ermittelt. Vermutet wird, dass Büffel verseuchtes Gras in der Nähe illegaler Mülldeponien gefressen haben. Der Müllnotstand in Neapel und Umgebung hatte bereits vor Monaten die Befürchtung ausgelöst, dass Gifte wie Dioxin in die Nahrung gelangen könnten. Asiatische Länder wie Südkorea und Japan haben die Mozzarella-Importe gestoppt und überprüfen die an ihren Grenzen ankommende Ware aus Kampanien. Die regionalen Landwirtschaftsbehörden erklärten unterdessen, die Käsereien würden so strikt kontrolliert wie keine anderen im Land. Landwirtschaftsminister Paolo De Castro und Außenminister Massimo D'Alema sprachen von einem «übertriebenen Alarm».
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