Die Tacho-Magier
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Pressemeldung von:
Pixelfehler CTC Ltd.
Sebastian Kroth und Felix Neresheimer bringen defekte LC-Displays im Armaturenbrett wieder auf Vordermann
(profact) Wie repariert man LC-Displays? Mit dieser Frage werden Sebastian Kroth (30) und Felix Neresheimer (39) fast täglich konfrontiert. Schließlich handelt es sich bei diesen Bauteilen um hermetisch abgeschlossene Einheiten, die man nicht einfach öffnen und wieder verschließen kann. Die Antwort der beiden Münchner "Tacho-Magier" ist so einfach wie verblüffend: gar nicht! Denn das eigentliche Display ginge fast nie kaputt, erklären die Elektronik-Spezialisten. Defekt
sei in aller Regel dagegen die Zuleitung, bestehend aus zahlreichen hauchdünnen Leiterbahnen, eingebettet in einen durchsichtigen Kunststoffmantel. "Das Ende der Zuleitung klebt auf entsprechenden Kontakten auf der Platine des Kombiinstruments", erläutert Kroth. Klebt? "Ja, klebt. Durch einen elektrisch leitenden Spezialkleber." Diese Verbindung sei im Grunde ideal. Wenn da nicht die Leiterbahnen wären, die durch häufigen Wechsel von hohen und niedrigen Temperaturen und den unvermeidlichen Vibrationen im Auto reißen könnten. Ist der Kontakt unterbrochen, reagieren die zu dieser Leitung gehörenden Pixel im Display nicht mehr. Aus der 8 wird in der Anzeige dann schon mal eine 0, aus der 7 einen 1. Oder es erscheint an den betroffenen Stellen nur ein Wirrwarr aus Punkten und kleinen Strichen.
Chirurgische Präzision ist gefragt Die Reparatur der Pixelfehler erfordere schon fast chirurgische Präzision, so Kroth weiter. Denn alle Leiterbahnen in der defekten Zuleitung müssten mit dem Skalpell säuberlich freigelegt und sorgfältig präpariert werden. Ähnliches passiert mit den Kontakten auf der Platine. Wenn die elektrische Verbindung hundertprozentig stimmt, kommt der Spezialkleber zum Einsatz, dessen Funktion wiederum ausgiebig getestet wird. "Die richtige Zusammenstellung des Werkzeugs und der Chemikalien hat Monate gedauert", verrät Kroth und zeigt stolz eine Packung des Spezialklebers, den man lange gesucht habe und mit "mehreren Hundert Euro" pro Rolle auch teuer einkaufen müsse. Bundesweiter Service Neben großen Autohäusern renommierter Marken nutzen viele Privatpersonen das Know-how der "Tacho-Magier", und zwar aus ganz Deutschland. Kroth schätzt, dass in der Bundesrepublik bei Hunderttausenden von Fahrzeugen die Displays defekt sind. Vor allem bei den teuren Nobelmarken. Zur Reparatur müsse man auch längst nicht mehr mit dem Auto vorfahren, man könne einfach den defekten Tacho einschicken. "Der Ausbau ist viel einfacher als die meisten denken", sagt Kroth. "Mit unseren Anleitungen ist das in wenigen Minuten erledigt." Danach könne das Instrument per Post oder Kurierdienst zugeschickt werden. "Noch am Tag der Zustellung reparieren wir das Display und senden es sofort zurück."
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