Deutsche Post fordert Öffnung der Briefmärkte im Gleichklang
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Pressemeldung von:
Dow Jones Newswires
KÖLN (Dow Jones)--Die Deutsche Post AG hat noch einmal an die europäische Politik appelliert, die Briefmärkte in der EU in etwa zur gleichen Zeit zu öffnen. Bis zur Sommerpause seien zu dem Thema erste klare Hinweise zu erwarten, sagte der Vorstandsvorsitzende Klaus Zumwinkel am Dienstag auf der Hauptversammlung in Köln. Die Forderungen des Bonner Konzerns nach fairen Wettbewerbsbedingungen fänden inzwischen auch auf europäischer Ebene Beachtung.
Im Europäischen Parlament würden mittlerweile konkrete Vorschläge im Hinblick auf soziale Mindeststandards im Postsektor diskutiert, sagte Zumwinkel. Ziel der Beratungen von verschiedenen Ausschüssen sei es, die EU-Mitgliedstaaten zum Handeln zu bewegen. Auf dem deutschen Briefmarkt sind die Arbeitsbedingungen nach Darstellung der Post sehr unterschiedlich. Einige Wettbewerber zahlten Dumpinglöhne. Hier seien dringend Änderungen nötig, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, sagte Zumwinkel.
Die SPD tritt vor diesem Hintergrund für eine Verlängerung des Briefmonopols der Post ein, das nach den bisherigen Planungen Anfang 2008 endet. Die Union ist jedoch gegen eine Verschiebung, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel kürzlich klarstellte. Im europäischen Rahmen sollen die Märkte nach den Vorstellungen der Europäischen Kommission 2009 vollständig liberalisiert werden. Verschiedene Mitgliedstaaten, vor allem Frankreich, sind jedoch gegen dieses Datum. DJG/stm/mim
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