«Demo Germany»: Hightech-Erfindungen in sechs Minuten erklärt - München (dpa) - Sechs Minuten. Das ist die magische Grenze für junge Unternehmer. Sechs Minuten - mehr Zeit haben sie nicht, auf der Gründerkonferenz «Demo Germany» in München ihr Produkt vorzustellen. Im Publikum sitzen Risikokapitalgeber, Branchenanalysten, Experten aus dem Bereich der Finanzdienstleistungen und IT-Führungskräften - sie alle wollen in dieser kurzen Zeit von einem neuen Produkt überzeugt werden. Der Name ist Programm: «Demo» bringt in den USA und in Asien schon seit Beginn der neunziger Jahre erfolgreich Unternehmer mit innovativen Ideen und Investoren zusammen.
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«Demo Germany»: Hightech-Erfindungen in sechs Minuten erklärt

2007/10/16 18:01

Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
München (dpa) - Sechs Minuten. Das ist die magische Grenze für junge Unternehmer. Sechs Minuten - mehr Zeit haben sie nicht, auf der Gründerkonferenz «Demo Germany» in München ihr Produkt vorzustellen. Im Publikum sitzen Risikokapitalgeber, Branchenanalysten, Experten aus dem Bereich der Finanzdienstleistungen und IT-Führungskräften - sie alle wollen in dieser kurzen Zeit von einem neuen Produkt überzeugt werden.

Der Name ist Programm: «Demo» bringt in den USA und in Asien schon seit Beginn der neunziger Jahre erfolgreich Unternehmer mit innovativen Ideen und Investoren
zusammen. Die bekanntesten Beispiele für Erfolgsgeschichten aus Amerika sind Skype und Palm - ein Unternehmen, das Software für die Internettelefonie entwickelt hat und der weltbekannte Hersteller von Taschencomputern.

In diesen wenigen Minuten auf den Punkt kommen, das Wichtigste und Interessanteste über die Innovation und das daraus entstandene Produkte mitteilen - ohne Computerpräsentation und andere Hilfsmittel. Das ist das Konzept der Gründerkonferenz, die am Dienstag in München Europapremiere hatte. «Die meisten Teilnehmer müsse das im Vorfeld lernen», sagte Hagen Hultzsch, früher Vorstand der Deutschen Telekom und heute Vorsitzender des Demo Advisory Boards - jenem Gremium, das die Bewerber auswählt. In so genannten Pitch Camps werden die Teilnehmer, die "Demonstrator", auf diese Aufgabe vorbereitet. Denn Informationen schnell und gut aufbereitet an den Mann und die Frau zu bringen - das ist für die meisten Jungunternehmer kein leichtes Unterfangen. Besonders in Deutschland sei eine Konferenz wie diese dringend notwendig, meinen die Initiatoren.

«Gute Ideen gibt es hier zur Genüge - aber das Unternehmertum ist stark unterentwickelt» sagte Karsten Ludolph, Mitbegründer der Magnigroup Unternehmensberatung. Bestes Beispiel dafür sei der Physik-Nobelpreis, mit dem in diesem Jahr der Deutsche Peter Grünberg geehrt wird. Seine Technik habe größere Festplatten in Computern, MP3-Spielern und digitalen Videorekordern möglich gemacht. Die Idee und die Forschung sei aus Deutschland gekommen - «die Geschäftsideen aber, mit für mehrere Milliarden Euro Umsatz sorgen, wurden in Amerika entwickelt», sagte Hultzsch. Die "Demonstrator" auf der zweitägigen Konferenz kommen überwiegend aus den Bereichen Informationstechnologie und Telekommunikation. Sie stellen Programme und Anwendungen für Computer, Internet und Handy vor - für den Massenmarkt genauso wie für spezielle Zielgruppen.

Dazu gehören etwa stereoskopische 3-D-Technologien für die Filmproduktion, mobile Voice-over-IP-Anwendungen, Multiformat-Communities, neuartige Biometrie-Verfahren sowie ein Projekt zur Digitalfotografie in Verbindung mit GPS. Die jungen Unternehmer arbeiten in Deutschland, Israel, Kanada, Spanien, den USA und der Schweiz. Rund 750 Firmen haben sich mit ihren marktreifen Produkten beworben, im München stellten 20 ihre Projekte vor. «Sie haben mit ihren Produkten in mehreren Auswahlrunden bestehen können», sagte Hultzsch. Und sie müssen für ihre Teilnahme bezahlen - genauso, wie die Geldgeber und Analysten, die im Publikum sitzen. Weitere Gelder nimmt die Gründerkonferenz, deren zweite Auflage für den Oktober 2008 geplant ist, durch Sponsoren ein.



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