Das Handy hilft Menschen mit Behinderung
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Pressemeldung von:
Nürnberger Initiative für die Kommunikationswirtschaft e.V. (NIK)
Als einzige deutsche Stadt wird Nürnberg am größten EU-Forschungsprojekt seiner Art mitwirken. Ende des Jahres starten hier Tests, um Menschen mit Handicap das Leben durch den Einsatz moderner IT- und Telekommunikationslösungen zu erleichtern. Regie in der so genannten Test Site führt die Nürnberger Initiative für die Kommunikationswirtschaft e.V. (NIK).
Das Projekt trägt den Titel ASK-IT (Ambient Intelligence System of Agents for Knowledge-based and Integrated Services for Mobility Impaired Users). Mit ihm will die Europäische Union die Mobilität von behinderten und
älteren Menschen erhöhen. Ziel ist, dass diese Menschen in naher Zukunft über handelsübliche Endgeräte (Mobiltelefone, Personal Digital Assistant/PDA, Notebooks), die mit der ASK-IT-Software und der Behinderung des Benutzers angepassten Bedienoberflächen ausgerüstet sind, überall in Europa auf speziell aufbereitete Informationen und Serviceangebote zugreifen können. „ASK-IT ist ein Forschungsprojekt mit komplexen Aufgabenstellungen“, unterstreicht der für die Test Site Nürnberg zuständige NIK-Geschäftsführer Michael Nordschild. „Es wird die technologischen Herausforderungen nicht auf einen Schlag lösen, aber den Grundstein legen, damit Europa durch die Weiterentwicklung dieser Lösungen behindertenfreundlicher wird.“
In ASK-IT wird von über 50 Projektpartnern aus 13 Ländern dafür die Basis geschaffen. Darunter finden sich renommierte Unternehmen wie Alcatel-Lucent, Microsoft, Nokia, Siemens und Vodafone ebenso wie Forschungs-institute, Behinderteneinrichtungen und Hochschulen. Deren Lösungen werden in acht Städten, den Test Sites, ab dem Spätherbst des Jahres 2007 von Behinderten getestet. Neben Nürnberg sind dies Athen/Thessaloniki, Bukarest, Den Haag, Genua, Helsinki, Madrid und Newcastle Ein besonderer Vorteil Nürnbergs ist, dass hier bereits frühzeitig begonnen wurde, auf Behinderte zugeschnittene Angebote einzurichten und dies- bezügliche Informationen zu sammeln. Die Stadt verfügt darüber zum Beispiel mit dem vom Sozialreferat herausgegebenen Behinderten-Wegweiser „Mobil in Nürnberg“, die Verkehrsbetriebe haben alle U-Bahnhöfe behindertengerecht ausgestattet, die Straßenbahnen und Busse verfügen über Niederflurtechnik. Hinzu kommen sehr aktive potenzielle Nutzer: Bei Behindertenorganisationen in Nürnberg herrscht großes Interesse, an den Tests teilzunehmen und so zur Verbesserung der entwickelten Lösungen beizutragen. Zahlreiche Teilnehmer haben sich bereits freiwillig gemeldet. Diese erhalten ab Spätherbst 2007 die mit der ASK-IT-Technologie ausgerüsteten Endgeräte und informieren sich mit diesen über behinderten-gerechte Freizeit- und Tourismusangebote oder öffentliche Einrichtungen.
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