Conergy senkt Jahresprognosen - Hamburg (dpa) - Der Solarkonzern Conergy hat nach den enttäuschend verlaufenen ersten neun Monaten des laufenden Jahres seine Ergebnis- und Umsatzprognose für das Jahr 2007 gesenkt. Das Konzernergebnis werde nach aktueller Einschätzung negativ ausfallen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mit. Mitte des Monats hatte Conergy noch seine bisherige Überschussprognose von 60 Millionen Euro bekräftigt. Beim operativen Ergebnis (EBIT) rechnet das Unternehmen mit 40 Millionen Euro. Dagegen stünden erwartete Risiken in Höhe von 30 bis 50 Millionen Euro.
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Conergy senkt Jahresprognosen

2007/10/26 11:27

Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
Hamburg (dpa) - Der Solarkonzern Conergy hat nach den enttäuschend verlaufenen ersten neun Monaten des laufenden Jahres seine Ergebnis- und Umsatzprognose für das Jahr 2007 gesenkt. Das Konzernergebnis werde nach aktueller Einschätzung negativ ausfallen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mit. Mitte des Monats hatte Conergy noch seine bisherige Überschussprognose von 60 Millionen Euro bekräftigt. Beim operativen Ergebnis (EBIT) rechnet das Unternehmen mit 40 Millionen Euro. Dagegen stünden erwartete Risiken in Höhe von 30 bis 50 Millionen Euro. Diese beinhalteten im
Conergy senkt Jahresprognosen
Im neuen Conergy-Werk in Frankfurt (Oder) läuft derzeit der Testbetrieb.
Wesentlichen Risiken beim Fortschritt von Großprojekten, aus Währungssicherungsgeschäften sowie erwartete Effekte aus der Abwertung von Vorräten und Forderungen.

Conergy-Papiere brachen im nachbörslichen Handel ein. Bei Lang & Schwarz wurden die Titel zuletzt mit 46,00 bis 48,00 Euro gehandelt. Im Xetra-Handel hatten sie noch 0,28 Prozent höher bei auf 53,00 Euro geschlossen. Die veränderte Ergebnisprognose basiert den Angaben zufolge auf der aktuellen Bewertung potenzieller Chancen und Risiken. Bei der operativen Ergebnisentwicklung wirkten sich insbesondere die negativen Effekte aufgrund erwarteter Lieferverzögerungen sowie schwieriger Rahmenbedingungen im Bereich Bioenergie aus. Beim Umsatz erwartet Conergy nun ein Wachstum von mindestens 33 Prozent auf über eine Milliarde Euro. Zuvor hatte das Unternehmen hier 1,25 Milliarden angepeilt. Von Januar bis September betrug das Konzernergebnis minus 8,8 Millionen Euro bei einem Umsatz von 641,1 Millionen Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 6,7 Millionen Euro. Ohne Berücksichtigung der Abschreibungen (EBIT) ergab sich ein Minus von 1,4 Millionen Euro. Im dritten Quartal erwirtschaftete Conergy ein Konzernergebnis von minus 10,3 Millionen Euro bei Umsätzen von 223,0 Millionen Euro. Das EBITDA lag bei minus 4,4 Millionen Euro und das EBIT bei minus 8,9 Millionen Euro. Die Umsatz- und Rohertragsentwicklung im dritten Quartal 2007 wurde den Angaben zufolge wesentlich von Lieferverzögerungen bei Modulen beeinträchtigt. Diese Verzögerungen hätten sich mit etwa 130 Millionen Euro im Umsatz ausgewirkt. Bis zuletzt habe die Erwartung bestanden, dass die fehlenden Modulmengen im vierten Quartal wie vereinbart geliefert würden. Nach einer aktuellen Bewertung sei die termingerechte Lieferung wesentlicher Mengen im vierten Quartal jedoch nicht gesichert.

Die Umsatz- und Ergebnisprognosen für das Geschäftsjahr 2008 will das Unternehmen nach Abschluss des Geschäftsjahres 2007 aktualisieren. Aufgrund der unbefriedigenden Entwicklung startet Conergy ein umfassendes konzernweites Programm zur Fokussierung auf ertragsorientiertes Wachstum mit dem Ziel, die Effizienz und Ertragsstärke des Unternehmens nachhaltig zu verbessern. Die strategische Fokussierung auf profitable Geschäftsgebiete, eine verstärkte Ausrichtung auf profitables Wachstum im Geschäftsbereich Photovoltaik sowie die Optimierung der Kosten- und Unternehmensstrukturen seien Kernelemente des Programms. Erste Maßnahmen des Programms, das mit einer umfassenden Analyse der internationalen Aktivitäten, der Geschäftsbereiche sowie der Konzernstrukturen beginne, sollen bereits im laufenden Geschäftsjahr umgesetzt werden.

Für seine Fabrik in Frankfurt/oder hat Conergy unterdessen die langfristige Versorgung mit Siliziumwafern sichergestellt. Das US-Unternehmen MEMC Electronic Materials werde bis zum Jahr 2018 Wafer im Wert von sieben bis acht Milliarden Dollar liefern, hieß es in einer weiteren Mitteilung. Im Einzelnen sehe die Vereinbarung vor, dass Conergy ab Juli 2008 mit Wafern von MEMC beliefert werde. Das Volumen der Lieferungen nehme jährlich zu. Die vereinbarten Preise nähmen hingegen über die Vertragslaufzeit stetig ab, so dass Conergy trotz der zu erwartenden Verringerung der Preise für Solarsysteme ein für Hersteller übliches Margenniveau erreichen könne.



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