Commerzbank und Dresdner angeblich kurz vor Fusion
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Die seit Monaten laufenden Fusionsverhandlungen zwischen Commerzbank und Dresdner Bank gehen nach übereinstimmenden Medienberichten in die entscheidende Phase. Ein Zusammenschluss der beiden Institute sei «in greifbare Nähe gerückt», schreibt die «Welt am Sonntag». Die «Financial Times Deutschland» berichtet in ihrer Online-Ausgabe, der Aufsichtsrat der Commerzbank komme Ende nächster Woche zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, um eine Entscheidung zu treffen. Die Commerzbank in Frankfurt wollte die Berichte am Samstag nicht kommentieren.
Laut «Welt am Sonntag»
könnten Bewertungsfragen und technische Details die Transaktion noch scheitern lassen, wie die Zeitung unter Berufung auf Finanzkreise berichtet. Das deckt sich mit jüngsten Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa: Kreisen zufolge stockten die Gespräche zuletzt vor allem wegen Bewertungsfragen und der Unsicherheit, inwiefern die anhaltende Finanzmarktkrise bei einem der beiden Institute noch zu weiteren Belastungen führen könnte. Eine Einladung zu einer außerordentlichen Sitzung des Commerzbank- Aufsichtsrates wurde nach dpa-Informationen bislang nicht verschickt.
Als sicher gilt, dass der Münchner Versicherungskonzern Allianz seine Banktochter verkaufen will, die im Zuge der seit Sommer 2007 tobenden Finanzkrise Milliardenbelastungen verkraften musste und in die roten Zahlen gerutscht war. Die Commerzbank gilt als einer der Hauptinteressenten und steht seit Monaten in Verhandlungen. Interessiert sein sollen auch ausländische Institute. Nach Informationen der «Welt am Sonntag» haben sich Allianz und Commerzbank bereits über die Grundzüge der Transaktion geeinigt: Es solle keine Fusion unter Gleichen geben, sondern die Commerzbank werde die Dresdner Bank übernehmen. Die unternehmerische Führung läge damit beim Commerzbank-Management. Die Allianz soll knapp unter 30 Prozent an dem neuen Geldhaus halten und wäre dann enger Kooperationspartner der derzeit zweitgrößten deutschen Bank, der Commerzbank. Die Investmentbank Dresdner Kleinwort, die latent als Sorgenkind der Dresdner Bank gilt, soll radikal gestutzt werden. Als Kaufpreis für die Dresdner Bank werden laut «Welt am Sonntag» etwas mehr als neun Milliarden Euro anvisiert.
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