Clinton nach Bosnien-Blackout in Erklärungsnot
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US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton ist wegen überzogener und inkorrekter Beschreibungen eines angeblich gefährlichen Besuchs in Bosnien 1996 unter Druck geraten. Die ehemalige First Lady hatte kürzlich im Vorwahlkampf erklärt, sie sei bei der Ankunft im kriegszerrissenen Tuzla von Heckenschützen beschossen worden. «Ich erinnere mich, wie wir bei der Landung unter Feuer von Heckenschützen gerieten.» Sie habe mit «gesenktem Kopf» über das Rollfeld des Flugplatzes rennen müssen.
Später veröffentlichten US-Fernsehsender Bilder, auf denen Clinton und ihre
Tochter Chelsea lächelnd aus dem Flugzeug stiegen. Es habe sogar eine offizielle Begrüßungszeremonie gegeben. Clinton reagierte darauf mit der Bemerkung, sie habe sich «versprochen», es habe lediglich eine Warnung vor möglichen Heckenschützen gegeben.
Ein Sprecher ihres demokratischen Präsidentschafts-Rivalen Barack Obama wertete die Clinton-Äußerungen als einen weiteren Versuch, ihre politische Rolle als Präsidentengattin größer darzustellen als sie tatsächlich war.
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