Caritas: Deutsche spenden trotz Kritik an China - Freiburg (dpa) - Das Spendenaufkommen für die Erdbebenopfer in China wird nach Ansicht der Hilfsorganisation Caritas nicht wesentlich durch die starke Kritik am dortigen politischen System oder durch den Reichtum des Landes gefährdet. «Die bisherigen Bilder in den Medien waren sehr emotional», sagte Achim Reinke von Caritas International am Mittwoch in Freiburg. Außerdem habe sich die chinesische Regierung nach der Katastrophe sehr offen gezeigt. «Das sind gute Anzeichen», meinte Reinke. Auch nach dem Hurrikan «Katrina» in den USA seien vor drei Jahren viele Spenden aus Deutschland für die amerikanischen Opfer zusammengekommen.
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Caritas: Deutsche spenden trotz Kritik an China

2008/05/14 13:49

Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
Freiburg (dpa) - Das Spendenaufkommen für die Erdbebenopfer in China wird nach Ansicht der Hilfsorganisation Caritas nicht wesentlich durch die starke Kritik am dortigen politischen System oder durch den Reichtum des Landes gefährdet.

«Die bisherigen Bilder in den Medien waren sehr emotional», sagte Achim Reinke von Caritas International am Mittwoch in Freiburg. Außerdem habe sich die chinesische Regierung nach der Katastrophe sehr offen gezeigt. «Das sind gute Anzeichen», meinte Reinke. Auch nach dem Hurrikan «Katrina» in den USA seien vor drei Jahren viele Spenden aus
Deutschland für die amerikanischen Opfer zusammengekommen.

Es sei allerdings möglich, dass die Opfer des Wirbelsturms in Birma durch das jüngste Erdbeben in China aus dem Blickfeld der deutschen Spender geraten könnten, sagte Reinke. «Das kann ich nicht ausschließen.» In den ersten Tagen nach dem Erdbeben hätten die TV- Bilder aus China die schwere Katastrophe in Birma für kurze Zeit fast vergessen lassen. Außerdem seien die Spender nach wie vor misstrauisch, ob das Geld den Menschen in dem abgeschotteten Land auch wirklich helfe. «Aber Birma hat ein derart gewaltiges Ausmaß, dass wir dort als Hilfsorganisation sicherlich eine sehr, sehr lange Zeit beschäftigt sein werden», sagte Reinke weiter.

Für Birma seien nach Auskunft des Caritas-Partners in dem Land zwei Millionen Euro als Soforthilfe nötig. «Bislang sind aber erst 200 000 Euro an Spenden eingegangen», sagte Reinke. Er rief dazu auf, die Spenden «zweckungebunden» zu überweisen, damit das Geld von den Organisationen nach Bedarf eingesetzt werden kann. «Grundsätzlich sind zweckungebundene Spenden immer die beste Hilfe.»



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