Bund der Steuerzahler prangert teure Projektfehlschläge an
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Pressemeldung von:
GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V.
Verwaltung und Behörden brauchen professionelles Projektmanagement Der Bund der Steuerzahler hat gestern sein neues Schwarzbuch „Die öffentliche Verschwendung 2007“ vorgelegt. Neben unnötigen Ausgaben für administrative Routineaufgaben schlagen wie in früheren Jahren hohe Kosten für fehlgeschlagene Projekte zu Buche. Die Ursachen dafür liegen in mangelhaftem oder gänzlich fehlendem Projektmanagement. Nach Ansicht der GPM Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement e.V. sollten sich daher die zuständigen Behörden zusammen mit der GPM und den Rechnungshöfen in öffentlichen
Institutionen stark machen.
Auch Landesrechnungshöfe rügen schlechtes Projektmanagement Nicht nur der Bund der Steuerzahler, sondern auch staatliche Kontrollgremien monieren schlechtes Projektmanagement. So stellte z.B. der Landesrechnungshof Nordrhein-Westfalen gravierende Mängel bei der Entwicklung des Bezügeverfahrens Obelix durch das Landesamt für Besoldung und Versorgung Nordrhein-Westfalen fest: Das Landesamt nahm die eigentlich vorgeschriebenen Wirtschaftlichkeitsuntersu-chungen nicht vor. Darüber hinaus war zwar ein Projektleiter eingesetzt, er erhielt je-doch keine Entscheidungsbefugnisse, sondern hatte vor allem Berichtspflichten zu erfüllen. Eine klar definierte Projektverantwortung dagegen hätte eine effiziente Projektsteuerung ermöglicht. Alles in allem entstanden dem Land Mehrkosten in Höhe von 17,4 Mio. Euro. Positive Beispiele machen Mut In der Privatwirtschaft setzt sich professionelles Projektmanagement auf breiter Basis durch, dafür sorgt nicht zuletzt der Konkurrenzdruck. So stehen mit T-Systems und TNT Express wieder zwei Privatunternehmen im Finale um den von der GPM ausge-lobten Preis „Deutscher Project Excellence Award 2007“, der am 16. Oktober in Mün-chen auf dem PM Forum 2007 verliehen wird. Wie sollte es weitergehen? Der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement als gemeinnütziger Gesell-schaft ist daran gelegen, Projekterfolge auch in Behörden und Verwaltungen zu för-dern. Nach Ansicht der GPM sollten sich die zuständigen Behörden zusammen mit der GPM und den Rechnungshöfen von Bund und Ländern gemeinsam dafür einsetzen, dass Projektmanagement in öffentlichen Institutionen auf breiter Basis eingeführt wird. Andreas Frick, Vorsitzender der GPM, hält fest: „Behörden und Verwaltungen sind heute vielfach schon auf dem richtigen Weg und beginnen damit, die Methoden des modernen Projektmanagements konsequent zu nutzen. Hier gilt es auch besondere Projektmanagement-Methoden einzusetzen, die z. B. dem kontinuierlichen politischen Druck und die politische Dynamik auffangen“. Diese Ansätze sollten wir weiter unterstützen.
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