Brüssel prüft geplante Sportwetten-Regelung in Deutschland - BRÜSSEL (Dow Jones)--Die Kontroverse zwischen der Europäischen Kommission und der Bundesregierung über die Zulassung privater Anbieter von Sportwetten geht weiter. Die Behörde in Brüssel kündigte am Dienstag an, vor einer Entscheidung den geplanten Staatsvertrag der Bundesländer über das Wettmonopol genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Bundesregierung hat nun bis Ende Mai die Chance, die EU-Behörde von der europarechtlichen Unbedenklichkeit des staatlichen Lotteriemonopols in Deutschlands zu überzeugen. Ob dies gelingt, ist offen. "Wir haben unsere Zweifel, ob der Entwurf die europarechtlichen Bedingungen erfüllt", sagte der Sprecher von Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy.
Pressemitteilungen international in 15 Sprachen für 22 Länder kostenlos einstellen
Pressemitteilungen Kleinanzeigen

Brüssel prüft geplante Sportwetten-Regelung in Deutschland

2007/03/21 17:06

Pressemeldung von:
Dow Jones Newswires
BRÜSSEL (Dow Jones)--Die Kontroverse zwischen der Europäischen Kommission und der Bundesregierung über die Zulassung privater Anbieter von Sportwetten geht weiter. Die Behörde in Brüssel kündigte am Dienstag an, vor einer Entscheidung den geplanten Staatsvertrag der Bundesländer über das Wettmonopol genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Bundesregierung hat nun bis Ende Mai die Chance, die EU-Behörde von der europarechtlichen Unbedenklichkeit des staatlichen Lotteriemonopols in Deutschlands zu überzeugen.

Ob dies gelingt, ist offen. "Wir haben unsere Zweifel, ob der
Entwurf die europarechtlichen Bedingungen erfüllt", sagte der Sprecher von Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy. Berlin werde daher ein Schreiben mit der Bitte um detaillierte Informationen zugesandt. Das im April vergangenen Jahres eröffnete Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland werde damit weitergeführt. Damit droht weiter eine ultimative Aufforderung der Kommission zur Gesetzesänderung oder anderenfalls eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof.

"Wir müssen die neuen Umstände bei unserer Beurteilung berücksichtigen", ergänzte der Sprecher von McCreevy mit dem Hinweis auf den Staatsvertrag. Die Frist für eine Antwort betrage zwei Monate. "Wir wollen in der Lage sein, eine fundierte Entscheidung in diesem sensiblen Bereich zu treffen", erklärte er. Staatliche Glücksspielmonopole seien nach europäischem Recht zwar zulässig, doch dürften private Anbieter nicht einfach "draußen gehalten werden".

Dies ist ein Rückschlag für die deutschen Länder. Ihre Vertreter hatten sich in der vergangenen Woche nach einer Anhörung in Brüssel noch sehr zuversichtlich geäußert, dass die Kommission grünes Licht für das beabsichtigte Staatsmonopol und gegebenenfalls nur einige Auflagen verfügen werde. So hatte etwa der Chef der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei, Martin Stadelmaier, der "Süddeutschen Zeitung" gesagt, die Länder würden mit "keinerlei Schwierigkeiten in Brüssel rechnen".
DJG/dmt/apo



Kontakt zum Autor des Artikels:
web: keine Angabe
 

Kommentare




Kommentar schreiben
Überschrift Name
Ihr Kommentar (max. 400 Zeichen)
captchas

Bitte den oben stehenden Code eingeben.
Social Bookmarking
Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Folkd Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Digg Bookmark bei: Reddit Bookmark bei: Simpy Bookmark bei: Slashdot Bookmark bei: Netscape Bookmark bei: Google Bookmark bei: Blinklist Bookmark bei: Diigo Bookmark bei: Newsvine Bookmark bei: Ma.Gnolia Bookmark bei: Netvouz

zurück zur Kategorieseite: Geld / Wetten
Dieser Artikel wurde 1965 Mal gelesen


 
 

Presseartikel nach Autoren
A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z