Bruder Paulus im Gespräch mit Barbara Salesch, So. 25.5.08, 8.30 Uhr N24 Ethik - 20 Jahre lang stand Barbara Salesch als Staatsanwältin und Richterin im Dienste der Justiz, als sie sich entschloss, von ihr geführte Gerichtsverhandlungen vor laufenden Kameras auszutragen. Seit nunmehr 9 Jahren fällt die Juristin strafrechtliche Fernseh-Urteile, hat in über 1500 Fällen „Recht zum Anfassen“ geboten und als erste TV-Richterin einen wahren Boom an Gerichtsshows ausgelöst. Doch an den Moment, die Richterrobe an den Nagel zu hängen, denkt sie noch lange nicht. „Ich möchte ganz gern noch mein 10-jähriges oder vielleicht auch die zweitausendste Sendung erleben, weil es einfach Spaß macht.“ Kritik, dass Gerichtssendungen durch ihre wirklichkeitsferne Darstellung gerade jüngeren und naiveren Zuschauern ein unrealistisches Bild der deutschen Justiz vermitteln, weist die leidenschaftliche Strafrechtlerin zurück.
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Bruder Paulus im Gespräch mit Barbara Salesch, So. 25.5.08, 8.30 Uhr N24 Ethik

2008/05/21 06:08

Pressemeldung von:
Provinzialat der Kapuziner
20 Jahre lang stand Barbara Salesch als Staatsanwältin und Richterin im Dienste der Justiz, als sie sich entschloss, von ihr geführte Gerichtsverhandlungen vor laufenden Kameras auszutragen. Seit nunmehr 9 Jahren fällt die Juristin strafrechtliche Fernseh-Urteile, hat in über 1500 Fällen „Recht zum Anfassen“ geboten und als erste TV-Richterin einen wahren Boom an Gerichtsshows ausgelöst. Doch an den Moment, die Richterrobe an den Nagel zu hängen, denkt sie noch lange nicht. „Ich möchte ganz gern noch mein 10-jähriges oder vielleicht auch die zweitausendste Sendung erleben, weil
Bruder Paulus im Gespräch mit Barbara Salesch, So. 25.5.08, 8.30 Uhr N24 Ethik
es einfach Spaß macht.“

Kritik, dass Gerichtssendungen durch ihre wirklichkeitsferne Darstellung gerade jüngeren und naiveren Zuschauern ein unrealistisches Bild der deutschen Justiz vermitteln, weist die leidenschaftliche Strafrechtlerin zurück. Ebenso wenig haltbar ist für sie der Vorwurf des getarnten Voyeurismus. „Fernsehen hat mit Alltag und Realität nichts zu tun, und das weiß der Zuschauer. Strafrecht ist, ohne es rechtlich zu betrachten, ein ganz wesentliches Element der Unterhaltung. Nehmen wir Krimis oder Tragödien, und das ist jetzt eben innerhalb des Formats einer Verhandlung.“

Auch wenn die 58-jährige noch nicht an Abschied denkt, so hat sie doch bereits Pläne, wie sie ihren Ruhestand gestalten wird. Mit einem umgebauten Feuerwehrauto will sie von Künstler zu Künstler durch die Welt reisen, denn sie liebt die Bildhauerei. Vor dem Alleinsein im Alter hat die Frohnatur keine Angst, denn sie ist überzeugte Single-Frau: „Ich hatte schon Partnerschaften, aber ich habe gemerkt, es ist nichts für mich und schon gar nicht für den Alltag. Ich gestalte mein Leben gerne selber.“

Bei N24 „Um Gottes Willen“ trifft Bruder Paulus die wohl bekannteste Richterin der Republik, Barbara Salesch. In einem Gespräch über Frauen in Machtpositionen, die Moral einer Richterin und die bewusste Entscheidung als Single zu leben, erhält der Zuschauer die Möglichkeit, die „Frau hinter der Robe“ kennen zu lernen.



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