Bankraub verjährt,Täter bekennt sich öffentlich
|
Pressemeldung von:
Deutschlandpresse
Geteilte Beute verjährt nach 30 Jahren auch- Einmal Tatort hin und zurück per Bahn. „Natürlich hätten wir der alten Dame, die da seinerzeit am Schalter stand, nie ihr Geld abgenommen. Aber der Bank, der hat das doch gar nicht weh getan.“. Vor gut 30 Jahren sind zwei eben erst volljährig gewordene junge Männer schlagartig ganze 21.700,– DM reicher geworden - nachdem sie 1977 gemeinsam, lediglich mit Sonnenbrillen getarnt, eine Filiale der Commerzbank in Gelsenkirchen überfallen hatten.
Alleine, so Winfried Sobottka (Bild), hätten sie das nicht gemacht. Gemeinsam
jedoch war die Tat nicht aufzuhalten. Große finanzielle Nöte in ganz normalen Arbeiterfamilien, Mutter Hausfrau, Vater im Bergbau, brachte die Täter dazu, sich auf unkonventionelle Weise Geld zu verschaffen. Impuls- bzw. Ideengeber wären u.a. auch die seinerzeit populären TV-Sendungen gewesen wie „Vier gegen die Bank“ oder „Gentlemen bitten zur Kasse“ so einer der damaligen Täter.
So fuhren Sie mit dem Zug zum Tatort. Mit Schreckschusspistolen und Sonnenbrillen bewaffnet legten Sie in kurzer Zeit das tägliche Bankgeschehen in der Gelsenkirchener Commerzbankfiliale lahm und erbeuteten ganze 21.700,– DM.. Die beiden so bereicherten jungen Herren liefen direkt in die Fußgängerzone von Gelsenkirchen City und trennten sich dort. Der Fluchtweg wurde ebenfalls per öffentlicher Verkehrsmittel bestritten. Auf dem dann ganz normalen Nachhauseweg gab es für einen der Täter sogar noch eine nette Begegnung. Eine ehemalige Kindergärtnerin mit ihren neuen Schützlingen kam des Weges – ein kurzer Plausch und Täter samt Beute waren nicht mehr gesehen. Die überfallene Filiale ist mittlerweile aufgelöst worden und die Pressestelle der Commerzbank in Frankfurt a.M. möchte sich heute, 30 Jahre später, zu diesem Fall nicht äußern. Interessanterweise ist Essens Staatsanwaltschaft dieser Fall nicht – mehr – bekannt. „Wer jedoch meint, sich mit dieser Tat wieder in den Blick der Öffentlichkeit setzen zu müssen, kann das unangefochten tun“, so der die Auskunft seitens der Staatsanwaltschaft. Schließlich sei dieser Fall nach 30 Jahren verjährt, Strafverfolgung sei keine mehr zu befürchten. Winfried Sobottka erklärt, er würde, ausgehend von der damaligen Situation, die Bank nochmals überfallen. Er habe niemals etwas für Diebstahl oder Gewalt übrig gehabt, doch gegenüber den Banken und Versicherungskonzernen könne er keine Schuld empfinden. Auch meint er, dass weitaus schlimmere Dinge scheinbar legal geschehen, in dem Zusammenhang möchte er auf darauf hinweisen, was seinen Kindern und seiner Familie angetan worden sei. Mit der Beute wurden seinerzeit finanzielle Löcher in den Herkunftsfamilien gestopft, die nötigste Möbel für eine eigene Wohnung und die der Eltern beschafft, die restlichen Gelder seien in das Studium geflossen – Betriebswirtschaftslehre.
Kontakt zum Autor des Artikels:
E-Mail:
Kontakt aufnehmen
|
Kommentare
zurück zur Kategorieseite: Medien / Nachrichtenagenturen
Dieser Artikel wurde 842 Mal gelesen
Andere Artikel dieses Autors: