Banken-Vertrauensreport: Finanzportal Sharewise mit neuer Studie zur Finanzmarktkrise
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Pressemeldung von:
sharewise GmbH
Das Finanzportal Sharewise gibt heute den ersten „Banken-Vertrauensreport“ heraus. Die Studie untersucht, welche börsennotierten Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche in Zeiten der aktuellen, weltweiten Finanzmarktkrise noch an die eigene Geschäftsstrategie glauben. Und welche Manager, Aufsichtsräte und andere Unternehmens-Insider durch teils massive Aktien-Verkäufe handfeste Hinweise auf eine negative Einschätzung der Zukunft des eigenen Unternehmens liefern. Kern der Studie ist eine Betrachtung der 181 im Zeitraum vom 31. März bis zum 26. September 2008 bei der BaFin als
Director's Dealings angezeigten Insider-Transaktionen von Insidern aus der Finanzdienstleistungsbranche. Das Besondere hierbei: Der Banken-Vertrauensreport bezieht die spätere Kursentwicklung der Aktien mit in die Betrachtung ein und liefert so Hinweise darauf, welche Vorstände und Aufsichtsräte der von der weltweiten Finanzmarktkrise gebeutelten Finanzunternehmen die Krise kommen sahen, an die eigene Stärke glauben oder den fallenden Preisen zuvorgekommen sind.
Überraschend: Die Mehrzahl der Insider-Handel waren Zukäufe – aber bei wenigen Verkäufen wurde massiv Kapital abgezogen. Auf den ersten Blick scheinen die Insider der Finanzbranche trotz der turbulenten Entwicklungen an den Märkten noch Vertrauen in ihre Unternehmen zu haben: 149 Aktien-Käufe stehen im Untersuchungszeitraum lediglich 32 Aktien-Verkäufe gegenüber. Die Insider investieren nach wie vor Kapital in die von ihnen verantworteten Unternehmen – insgesamt 68.954.182 €. Auf den zweiten Blick zeigt sich aber: Zwar überwiegt die Summe der Zukäufe, doch wurden bei den insgesamt 32 als Verkäufe gemeldeten Directors’ Dealings deutlich höherer Summen bewegt. Insgesamt wurden Aktien im Wert vom 312.545.276 €1 verkauft. Hypo Real Estate: Haben die Vorstände den drohenden Konkurs verschlafen? Verblüffende Ergebnisse fördert der Banken-Vertrauensreport von Sharewise in Zusammenhang mit der stark angeschlagenen Hypo Real Estate (HRE) zu Tage: Die HRE Insider haben im Untersuchungszeitraum keinen einzigen Handel vollzogen, dafür aber in den letzten anderthalb Jahren HRE-Aktien im Wert von über 3,5 Mio. € in ihre privaten Depots gelegt. „Die Insider der Hypo Real Estate haben wenig Geschäftssinn bewiesen, und beim Kurseinbruch der Aktie von über 60% sehr viel Geld verloren“, bilanziert Nicolas Plögert, Gründer und Geschäftsführer von Sharewise. „Insgesamt 38 Käufe haben die Hypo Real Estate Insider in den letzten zwei Jahren getätigt. Auch diese Zahl belegt, dass der HRE-Vorstand den Ausmaß der Krise des eigenen Unternehmens scheinbar komplett falsch eingeschätzt hat, sonst hätte der ein oder andere sicher noch verkauft.“
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