Balda kündigt hohen Verlust an - Bad Oeynhausen (dpa) - Der Handy-Ausrüster Balda hat einen hohen Verlust und den Verkauf von drei Werken mit insgesamt 1000 Mitarbeitern angekündigt. Grund sei unter anderem die Pleite von BenQ Mobile. Wegen Sondereffekten und Kapazitätsabbau dürfte 2006 ein Verlust zwischen 45 und 50 Millionen Euro anfallen, teilte Balda am Dienstag in Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen) mit. Davon gingen 35 Millionen Euro auf einen Buchverlust zurück. Die Werke in Seelbank, Oberlungwitz und Herford sollen noch in diesem Jahr verkauft werden.
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Balda kündigt hohen Verlust an

2006/10/25 08:42

Pressemeldung von:
Ancoso Development GmbH
Bad Oeynhausen (dpa) - Der Handy-Ausrüster Balda hat einen hohen Verlust und den Verkauf von drei Werken mit insgesamt 1000 Mitarbeitern angekündigt. Grund sei unter anderem die Pleite von BenQ Mobile.

Wegen Sondereffekten und Kapazitätsabbau dürfte 2006 ein Verlust zwischen 45 und 50 Millionen Euro anfallen, teilte Balda am Dienstag in Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen) mit. Davon gingen 35 Millionen Euro auf einen Buchverlust zurück. Die Werke in Seelbank, Oberlungwitz und Herford sollen noch in diesem Jahr verkauft werden. Dadurch werde die Balda-Belegschaft in
Deutschland von 1600 auf 600 schrumpfen.

Operativ will Balda 2006 nun zwischen 10 und 15 Millionen Euro verdienen. Balda hatte erst vor einem Monat die Prognose für den Vorsteuergewinn von bis zu 48 auf 20 Millionen Euro gesenkt. Im dritten Quartal sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 19,8 Prozent auf 82,6 Millionen Euro. Balda begründete den Einbruch mit der Entwicklung beim Handy-Hersteller BenQ und nachlassender Nachfrage bei anderen Abnehmern. Dabei entstand ein Vorsteuerverlust von 47,8 Millionen Euro.

Im kommenden Jahr peilt Balda einen Vorsteuer-Gewinn zwischen 50 und 55 Millionen Euro an. Dabei will das Unternehmen 650 bis 700 Millionen Euro umsetzen.

Der Finanzinvestor Audley Capital hatte im September Aktien von Balda erworben und angekündigt, den Handy-Ausrüster komplett übernehmen zu wollen. Das Angebot soll nach damaligen Angaben bei 260 bis 300 Millionen Euro liegen.



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