Autofahrer bestreiken Tankstellen
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Pressemeldung von:
Autoki
Zum deutschlandweiten Tankstellenboykott am 1. Dezember 2007 wird derzeit in vielen Autoforen aufgerufen. Die Aktion soll den Unmut der Autofahrer über die ständigen Sprit-Preiserhöhungen ausdrücken und ein Zeichen setzen. Beim Online-Automobilclub autoki.com wird die Aktion ebenfalls heiß diskutiert. Viele Mitglieder finden es gut, dass sich überhaupt etwas tut. Sie zweifeln aber, dass ein Boykott der Tankstellen funktioniert. Nur wenige Stimmen stehen voll hinter der Aktion. „Allein dass diese Aktion zum 1. Dezember so bekannt ist und überall darüber geredet wird, ist ein kleiner
Sieg“, schreibt Ford-Fahrer Flips. „Denn wenn so viele Leute zusammenspielen bringt es immer etwas, als wenn jeder nur tatenlos zusieht und sich hintenrum darüber beschwert. Und das können wir Deutschen ja nur zu gut.“
Die meisten der autoki-Mitglieder sind davon überzeugt, dass sich etwas ändern muss. Sie stellen aber den Boykott stark in Frage. „Wer am 1.12. nicht tankt, tankt am Tag danach. Sprit wird ja trotzdem verbraucht und der muss halt auch irgendwann wieder rein“ meint autoki-Mitglied Miesmuschel. einLiterVollmilch meint gar, die Aktion habe einen Denkfehler: „Jeder von uns "boykottiert" die Tankstellen 80% der Woche. Kaum ganz Deutschland wird "zufällig" an diesem Tag tanken müssen.“ Es gäbe seiner Meinung nach - wenn überhaupt – nur einen kleinen „Umsatzverschub von insgesamt wenigen Stunden“. Und der Nutzer Smart-Fahrer zweifelt, dass dies „ irgendein "Zeichen" setzen soll.“ Der geplante Tankstellenboykott am 1. Dezember 2007 ist in den Augen der meisten autoki-Mitglieder sinnlos. Aber trotz aller Kritik sind sich alle einig: „Wir dürfen diese Preistreiberei nicht einfach hinnehmen.“ Es muss etwas getan werden. Ein verbesserter Aktions-Vorschlag kommt von autoki-Mitglied Roberto: Statt alle Ölmultis zu bestreiken schlägt er vor, „sich die zwei größten Konzerne rauszusuchen und diese dauerhaft über vier Wochen zu bestreiken.“. Er sieht bei dieser Aktion große Erfolgschancen: „Durch den eintretenden Umsatzverlust sind die bestreikten Unternehmen gezwungen, einen Kaufanreiz zu setzen. Sie werden den Preis nachlassen müssen, damit einen Preiskampf nach unten anzetteln und wir sind am Ende vielleicht doch einmal die Gewinner.“
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