Arcor sieht noch auf Jahre hohes DSL-Wachstum - HANNOVER (Dow Jones)--Der zweitgrößte deutsche Festnetzbetreiber Arcor rechnet mittelfristig mit einem Anhalten des Breitbandbooms. Das bisherige Wachstumstempo dürfte in Deutschland noch zwei bis drei Jahre anhalten, sagte Vorstandschef Harald Stöber im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Das würde eine Zunahme auf bis zu 29 Millionen DSL-Kunden bedeuten. Die dem Internet weniger zugetane verbleibende Bevölkerung kann nach Stöbers Ansicht durch webbasiertes Fernsehen erreicht werden. Auf diese Weise ließen sich auf mittlere Sicht mehr als 90% der Haushalte mit DSL versorgen.
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Arcor sieht noch auf Jahre hohes DSL-Wachstum

2007/03/16 13:47

Pressemeldung von:
Dow Jones Newswires
HANNOVER (Dow Jones)--Der zweitgrößte deutsche Festnetzbetreiber Arcor rechnet mittelfristig mit einem Anhalten des Breitbandbooms. Das bisherige Wachstumstempo dürfte in Deutschland noch zwei bis drei Jahre anhalten, sagte Vorstandschef Harald Stöber im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Das würde eine Zunahme auf bis zu 29 Millionen DSL-Kunden bedeuten. Die dem Internet weniger zugetane verbleibende Bevölkerung kann nach Stöbers Ansicht durch webbasiertes Fernsehen erreicht werden. Auf diese Weise ließen sich auf mittlere Sicht mehr als 90% der Haushalte mit
Arcor sieht noch auf Jahre hohes DSL-Wachstum
DSL versorgen.

"Web-TV hat das Potenzial, langfristig ein Massenprodukt in Konkurrenz zum Kabelfernsehen zu werden", sagte der Vorstandsvorsitzende auf der CeBIT in Hannover. Dank der Interaktionsfähigkeit und den Möglichkeiten, die sich aus dem Zusammenspiel der beiden Welten Internet und Fernsehen ergäben, sieht er hier sehr große Erfolgschancen. Vorausgehen werde dem allerdings eine gewisse Anlaufzeit mit eher langsamen Wachstum, wie man es auch aus anderen neuen Bereichen wie seinerzeit dem Mobilfunk kenne. Ab einer gewissen Masse komme dann der Durchbruch.

Die zum Vodafone-Konzern gehörende Arcor will in der zweiten Jahreshälfte mit einem internetbasierten TV-Angebot aus mehr als 120 Sendern starten, das durch Zusatzdienste wie zeitversetztes Fernsehen abgerundet wird. Bislang sind lediglich die Deutsche Telekom und die Telecom-Italia-Tochter Hansenet mit Web-Fernsehen auf dem Markt.

Den Einstieg weiterer Anbieter mit eigenem Netz hält Stöber für schwierig. Für kleinere Unternehmen jedenfalls wäre ein Engagement auch angesichts komplexer Themen wie Sender-, Rechte- und Plattformmanagement kaum wirtschaftlich. "Insellösungen sind wenig wahrscheinlich", sagte der Manager. Besser vorstellbar wären hier schon Kooperationen. Stöber: "Wenn sich mehrere zusammentun, sieht die Welt anders aus."

DJG/stm/brb



Kontakt zum Autor des Artikels:
web: http://www.arcor.de
 

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