Analyse: Iran führt London vor - London (dpa) - Damit hat Mahmud Ahmadinedschad viele überrascht: Selbst im Londoner Krisenstab haben wohl nur wenige geahnt, dass der iranische Präsident nicht nur im Koran zu Hause ist, sondern sich auch mit christlichen Festen auskennt. Die Freilassung der 15 britischen Soldaten erfolge aus Anlass des Geburtstages des Propheten Mohammed am vergangenen Samstag und des Festes der Auferstehung Jesu Christi am kommenden Sonntag, ließ Ahmadinedschad am Mittwoch vor den Kameras der ganzen Welt bei seiner Pressekonferenz in Teheran wissen. Am Gründonnerstag sollten sie von Teheran aus in die Heimat fliegen.
Das «große iranische Volk», verkündete der Präsident, habe den britischen Soldaten großmütig vergeben, trotz aller Empörung darüber, dass sie illegal in iranische Gewässer eingedrungen seien. «Diese Begnadigung ist ein Geschenk an das britische Volk», sagte Ahmadinedschad.
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