Alonso lässt Renault und andere zappeln
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Valencia (dpa) - Die wilden Spekulationen um Fernando Alonsos Zukunft in der Formel 1 sind auch bei der Premiere in Valencia ein Top-Thema. Der zweimalige Weltmeister lässt sein Renault-Team und andere Interessenten jedoch weiter zappeln.
«Ich entscheide mich im September, Oktober», bekräftigte er vor dem Großen Preis von Europa an diesem Wochenende. «Mal schauen, ob ich noch ein Jahr bleibe.» Alonsos volle Konzentration gilt den nächsten drei, vier Rennen: «Die sind für uns entscheidend.» Bis dahin sieht der 27 Jahre alte Rückkehrer, ob ihm Renault nach der nervenden
Zoff-Saison bei McLaren-Mercedes eine Perspektive bieten kann oder ob er 2009 doch wieder wechseln muss, um vorwärtszukommen. «Wir wollen den vierten Platz in der Konstrukteurs-WM und Toyota schlagen», nannte der Spanier als Minimalziel für eine - vor allem für ihn persönlich - bislang enttäuschend verlaufende Saison.
Vor dem zwölften WM-Lauf im Hafen der Mittelmeer-Metropole noch ohne Podiumsplatz, dümpelt Alonso in der Fahrer-Wertung mit mageren 18 Punkten auf dem für ihn frustrierenden und inakzeptablen achten Rang herum. «Ich will 2009 Rennen gewinnen und Podiumsplätze», sagte der 19malige Grand- Prix-Sieger, der letztmals am 9. September 2007 in Monza triumphierte. Vor allem Honda buhlt unverhohlen um den Hochkaräter. Teamchef Ross Brawn bestätigte, dass die Japaner Alonso verpflichten wollen. Der Brite ließe sich sogar auf einen Ein-Jahres-Deal ein. Schließlich gilt der begehrte Doppel-Champion auch als Kandidat für ein Ferrari- Cockpit. Bei der Scuderia hat Felipe Massa noch einen Vertrag bis 2010. Titelverteidiger Kimi Räikkönen steht bei den Roten offiziell bis 2009 im Dienst. Es scheint aber nicht ausgeschlossen, dass der Finne nach dieser Runde keine Lust mehr aufs Rennfahren verspürt. Dann könnte Alonso schon in der kommenden Saison in einen Ferrari umsteigen. Als weitere Alternative gilt BMW-Sauber. BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen lässt sich zu diesem heiklen Thema jedoch nichts entlocken. Entscheidend dürfte bei den Weiß-Blauen sein, wie lange sie den jungen, vielversprechenden Polen Robert Kubica halten können und ob Nick Heidfeld eine erneute Chance erhält. «Ich darf zu Vertragsfragen nichts sagen», verweigerte der Mönchengladbacher dazu gezwungenermaßen jeglichen Kommentar. Gut denkbar, dass Alonso 2009 bei Renault bleibt, um nach einem Übergangsjahr unter vielen Optionen auswählen zu können. «Renault war vor zwei Jahren noch Weltmeister. Ich habe Vertrauen ins Team», verwies er auf seine goldenen Zeiten mit den Franzosen. Zudem könnte die Regel-Revolution im nächsten Jahr das Kräfteverhältnis gehörig durcheinanderwirbeln. «Es ist unklar, welches Team dann schnell sein wird», hegt Alonso Hoffnung auf eine veränderte Hierarchie.
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