Aktive Aktionäre als Herausforderung für Münchener Rück - Die Münchener Rück sieht sich wachsendem Druck aktiver Aktionäre ausgesetzt, Performance und Kapitalmanagement zu verbessern. Nach Einschätzung von Analysten und Beobachtern zeigen sich Hedgefonds, Private-Equity-Gesellschaften und große Pensionsfonds mit der im Vergleich zu den Wettbewerbern unterdurchschnittlichen Aktien-Entwicklung des nach Prämieneinnahmen weltweit zweitgrößten Rückversicherers wenig zufrieden. Sie könnten künftig stärker darauf dringen, höhere Erträge aus ihren Investments zu ziehen und Aktienrückkäufe und höhere Dividenden-Zahlungen fordern, erwarten Analysten. Die nächste Chance für die Aktionäre sich zu äußern, ist die Hauptversammlung am Donnerstag in München. Das derzeitige Interesse von Hedgefonds und Private-Equity-Gesellschaften ist nach Einschätzung der Fachleute auf die Auflösung der jahrzehntelangen Überkreuz-Beteiligungen der "Deutschland AG" und die Erwartung, deutsche Unternehmen müssten weiter restrukturieren, um ihre Potenziale auszuschöpfen, zurückzuführen.
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Aktive Aktionäre als Herausforderung für Münchener Rück

2007/04/26 07:23

Pressemeldung von:
Dow Jones Newswires
Die Münchener Rück sieht sich wachsendem Druck aktiver Aktionäre ausgesetzt, Performance und Kapitalmanagement zu verbessern. Nach Einschätzung von Analysten und Beobachtern zeigen sich Hedgefonds, Private-Equity-Gesellschaften und große Pensionsfonds mit der im Vergleich zu den Wettbewerbern unterdurchschnittlichen Aktien-Entwicklung des nach Prämieneinnahmen weltweit zweitgrößten Rückversicherers wenig zufrieden. Sie könnten künftig stärker darauf dringen, höhere Erträge aus ihren Investments zu ziehen und Aktienrückkäufe und höhere Dividenden-Zahlungen fordern, erwarten
Aktive Aktionäre als Herausforderung für Münchener Rück
Analysten. Die nächste Chance für die Aktionäre sich zu äußern, ist die Hauptversammlung am Donnerstag in München.

Das derzeitige Interesse von Hedgefonds und Private-Equity-Gesellschaften ist nach Einschätzung der Fachleute auf die Auflösung der jahrzehntelangen Überkreuz-Beteiligungen der "Deutschland AG" und die Erwartung, deutsche Unternehmen müssten weiter restrukturieren, um ihre Potenziale auszuschöpfen, zurückzuführen. Gleichzeitig generiert diese Investorengruppe derzeit große Mittelzuflüsse, steht aber unter zunehmenden Druck, dieses Geld zu investieren und eine überdurchschnittliche Performance zu erzielen. "Versicherer und Rückversicherer, sind - wie alle börsennotierten Unternehmen - sicher gefährdet, dass aktive Aktionäre oder Hedgefonds einsteigen könnten", sagte Jella Benner-Hainacher von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). "Sie steigen ein, wenn ein Unternehmen unterbewertet ist, der Kursverlauf schlecht im Vergleich zur Branche und viel Liquidität vorhanden ist, die aber nicht ausgeschüttet wird. Das weckt Begehrlichkeiten und Forderungen nach Änderung der Strategie", sagte Benner-Hainacher.

Auch Klaus Schneider, Vorsitzender der Aktionärsvereinigung Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), kann sich gut vorstellen, dass die Münchener Rück ein Angriffsziel für aktivere Aktionäre werden könnte, die sich underperformende Gesellschaften aussuchen. Zudem hat die Münchener Rück "keinen dominierenden Aktionär, der mindestens 35% der Anteile hält und aktive Aktionäre abschrecken könnte", sagte Benner-Hainacher. Die Aktien liegen zu 100% im Streubesitz, die Aktionäre kommen zu 63% aus dem Ausland (Stand Ende März). Größter Einzelaktionär ist der französische Versicherer AXA, der vor allem über die US-Fondsgesellschaft AllianceBernstein zwischen 5% und 10% der Anteile besitzt, dies nach eigenen Angaben aber nur als reines Finanzinvestment betrachtet. Besser geschützt ist Wettbewerber Hannover Rück, der zu 50% im Besitz der Talanx AG ist.

Die Aktie der Münchener legte in den vergangenen zwölf Monaten um 1,2% bzw 1% seit Jahresbeginn zu, verglichen mit einem Kursplus von 24% bzw 13,1% der Aktie von Swiss Re, der nach Prämieneinnahmen weltweiten Nummer 1. J.P. Morgan, UBS und Bear Stearns beispielsweise kritisierten die Kurs-Entwicklung. J.P.Morgan-Analyst Michael Huttner schrieb bereits im Februar, dass die Münchener Rück ihren Aktienkurs um 60% heben könnte, wenn sie sich von ihrer 95-prozentigen Beteiligung am Erstversicherer Ergo trennen, Überschusskapital von 6 Mrd EUR an die Aktionäre zurückzahlen und mehr Hybrid-Kapital aufnehmen sowie die Kosten senken würde. "Wir glauben, dass Investoren gewillt wären, mehr für einen separaten Erstversicherer Ergo und einen reinen Rückversicherer zu bezahlen", schrieb Huttner, der ein "overweight"-Rating für die Aktie hat. DJN/DJG/uxd/rne/smh



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web: http://www.munichre.com
 

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