Air Berlin mit Gewinneinbruch
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Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin hat im vergangenen Jahr wegen Schwierigkeiten bei der LTU- Übernahme einen massiven Gewinneinbruch erlitten. Der Aktienkurs stürzte nach der Nachricht um fast elf Prozent auf ein Rekordtief von 8,39 Euro. Der Überschuss schmolz 2007 auf 11 Millionen Euro zusammen nach 50,1 Millionen Euro im Vorjahr, wie Air Berlin am Mittwoch nach vorläufigen Daten mitteilte. Hintergrund seien Verzögerungen und Probleme mit den Computersystemen bei der LTU-Eingliederung. Dies habe das Ergebnis mit einem «zweistelligen Millionenbetrag» belastet. Die
Auflösung von Rückstellungen konnte dies entgegen einer früheren Ankündigung nicht auffangen.
Dass die Integration der LTU etwas länger dauern könnte, sei erwartet worden, sagte ein Analyst. Allerdings habe niemand damit gerechnet, dass es Geld kostet. Ein Air-Berlin-Sprecher sagte der dpa-AFX, die zum Ausgleich gedachten Rückstellungen seien zwar wie geplant aufgelöst worden. Doch dürften diese entgegen der Planung nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung eingehen. Daher wirkten sich die Belastungen aus der LTU-Übernahme voll aus. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel von 64,2 auf 21,5 Millionen Euro. Air Berlin hatte bereits im November von der angestrebten Steigerung der Gewinnmarge Abstand genommen und sich lediglich noch ein EBIT mindestens auf Vorjahreshöhe zum Ziel gesetzt. Auch dieses konnte das Unternehmen allerdings nicht mehr erreichen. Vorstandschef Joachim Hunold sagte, die Airline habe «für 2008 Anlass zu Optimismus», auch wenn das Ergebnis des Jahres 2007 nicht den Erwartungen entspreche. Die Buchungslage sei erfreulich. Mit der LTU-Integration sei Air Berlin auf einem guten Weg. Details zu den Zahlen für 2007 will die Fluggesellschaft am 31. März auf der Bilanzpressekonferenz bekanntgeben. Am Nachmittag lag die Aktie noch um knapp sieben Prozent unter dem Schlusskurs des Vortages bei 8,75 Euro. Als Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Leasingkosten nannte das Unternehmen 379,0 Millionen Euro nach 256,5 Millionen im Jahr 2006. Der Umsatz stieg 2007 um 61 Prozent auf 2,54 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,58 Milliarden Euro).
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