Adipositassprechstunde- warum macht mein Patient nicht, was ich will?
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Pressemeldung von:
Media Marketing Consulting
Die Veränderung gewohnter Verhaltensweisen ist der Schlüssel zum Erfolg beim Abnehmen.
Die Bereitschaft, sich auf Veränderungen einzulassen, ist wiederum der zentralen Punkt der Motivation. In der AdipositasBehandlung hat sich immer wieder gezeigt, dass der Arzt nicht zu viel Veränderungsbereitschaft bei seinen Patienten voraussetzen kann. Zeigt der Patient Interesse an angebotenen Abnehmprogrammen, so bedeutet dies allerdings noch nicht, dass er bereit zu Veränderungen ist. Dies klingt alles kompliziert, spiegelt aber die Realität wieder, mit denen Arzt und Patient konfrontiert
sind, wenn die Notwendigkeit besteht, dass ein adipöser Risikopatient unbedingt abnehmen muss.
So ist es so gut wie aussichtslos, Patienten gegen ihren Willen zu einer Veränderung von Risikoverhalten zu zwingen. Der Druck, den der Arzt versucht aufzubauen, indem er ihm die Folgen seines falschen Handelns vor Augen führt, erzeugt meist Widerstand und Reaktanz und ist somit unproduktiv. Allenfalls kommt es zu einer kurzfristigen Veränderung, die aber bei nachlassendem Druck oft mit einem Rückfall endet. Motivationsarbeit ist kein Kämpfen gegen den Patienten. Wie aber findet der Arzt heraus, wie veränderungsbereit sein Patient ist? Dazu muss man ihn einfach befragen. Bewährt hat sich auch der Einsatz einer Skala, um die Größenordnungen besser zu verstehen. Zum Beispiel bedeutet auf einer Skala von Null bis Zehn, Null, ich bin überhaupt nicht bereit und Zehn bedeutet „Ich bin außerordentlich bereit“. Je nach Selbsteinstufung der Bereitschaft des Patienten können dann unterschiedliche Strategien verfolgt werden. Stuft er sich niedrig ein, etwa Null bis Drei, ist es hilfreich, dies zunächst möglichst wertfrei zu akzeptieren. Denn wird der Patient in diesem Moment kritisiert, wird er womöglich beim nächsten Mal keine aufrichtige Antwort mehr geben. Bei mittlerer Bereitschaft, etwa Vier bis Sieben auf der Skala, empfiehlt es sich zunächst, den Patienten positiv zu verstärken, indem man ihm die Vorteile einer Gewichts- und Verhaltensänderung deutlich ins Bewusstsein ruft und ihm gleichzeitig Zuversicht vermittelt, dass die Hindernisse überwindbar sind. In dieser Phase ist auch der Einsatz eines Medikamentes zur Sättigungsverstärkung, wie zum Beispiel Sibutramin( Reductil®) sinnvoll, da es Probleme, wie Heißhungerattacken und zu geringer anfänglicher Gewichtsverlust zu überwinden hilft, und die Motivation des Patienten verstärkt. Bei hoher Bereitschaft, ca. Acht bis Zehn soll der Patient gelobt werden, um sein Verhalten zu verstärken. In dieser Phase ist es wichtig ihn zu fragen, welche Hilfestellung er bei einer ersten Umsetzung braucht. Auch hier kann ein Medikament zur Sättigungsverstärkung die Zuversicht des Patienten in die eigene Fähigkeiten erhöhen.
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