AGG und Suchmaschinen: eine unheilige Allianz - Ein neues Spiel mit wirtschaftlichem Hintergrund erfreut sich einer wachsenden Gemeinde: die gezielte Suche nach Verstößen gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) im Internet. Die go-basel Unternehmensberatungs GmbH hat zum Stichtag 15.05.2008 zehn Stellenbörsen mit Hilfe der dort vorhandenen Suchfunktionen überprüft und über 20.000 offene und versteckte Indizien für Benachteiligungen und Diskriminierungen gefunden.
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AGG und Suchmaschinen: eine unheilige Allianz

2008/05/17 11:51

Pressemeldung von:
go-basel GmbH
Ein neues Spiel mit wirtschaftlichem Hintergrund erfreut sich einer wachsenden Gemeinde: die gezielte Suche nach Verstößen gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) im Internet.

Die go-basel Unternehmensberatungs GmbH hat zum Stichtag 15.05.2008 zehn Stellenbörsen mit Hilfe der dort vorhandenen Suchfunktionen überprüft und über 20.000 offene und versteckte Indizien für Benachteiligungen und Diskriminierungen gefunden. "Da ist für jeden Bewerber (m/w) etwas dabei, der es darauf anlegt, über ein Ablehnungsschreiben und vorhandene Indizien für eine Benachteiligung
AGG und Suchmaschinen: eine unheilige Allianz
Das AGG als Einnahmequelle?
in eine Schadenersatzforderung zu gehen", so Berndt Veit, Geschäftsführer der go-basel GmbH.

Das Gesetz macht es dabei einfach, denn vorhandene Indizien führen danach automatisch zur Beweislastumkehr. Außerdem sind die Größenordnungen von Schadenersatzforderungen vorgegeben.

Die häufigsten Verstöße: - Auf IT und Technik spezialisierte Börsen weisen auffällig häufig Indizien für Geschlechterdiskriminierungen auf. Hier bewegt man sich scheinbar noch sorgenfrei in einer Männerwelt. - Die gleiche Sorgenfreiheit kann für "typische Frauenberufe" behauptet werden. Im Gesundheitswesen und bei haushaltsnahen Dienstleistungen werden zu häufig gerade weibliche Mitarbeiter gesucht. - Floskeln wie "junges, dynamisches Team", "Belastbarkeit", "rüstige Rentner" sind noch immer anzutreffen. - Die Anforderung der "aussagefähigen Bewerbungsunterlagen mit Lichtbild / Foto" weisen mit über 5% eine hohe Trefferquote aus. - Selbst die Suche nach Altersspezifikationen (z.B. 30 - 40 Jahre) liefert noch überraschend viele Treffer.

"Kostenlos" kann teuer werden. Stellenbörsen, auf denen weder Informationen zum AGG bereitgestellt werden noch eine redaktionelle Prüfung der Ausschreibungen stattfindet, weisen mehr Verstöße gegen das AGG auf. Das gilt insbesondere für regionale "Marktplätze", die in gut gemeinter Absicht vom Nutzer eingestellte Ausschreibungen veröffentlichen.

Wer seine Veröffentlichungen auf AGG-Konformität überprüfen möchte, kann dies schnell, preiswert und anonym auf agg-aktiv.de tun. Einkopieren der Stellenausschreibung, sieben Fragen beantworten, Analyse drücken, ein micropayment (TM)-System zur Bezahlung nutzen, fertig. Die dann sichtbare Auswertung zeigt mögliche Fallen im Text auf und gibt weitere nützliche Tipps. Untersucht wurden folgende Stellenbörsen: monster.de, stepstone.de, jobscout24.de, jobs.de, jobrobot.de, jobpilot.de, stellenanzeigen.de, stellenmarkt.de, joboter.de.



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