Wii spielt Nintendo Milliardengewinne ein
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Pressemeldung von:
Jörn Brien
Zweifel am Langzeit-Erfolg der Konsole aus Japan
Vor allem dank des durchschlagenden Erfolgs der Spielekonsole Wii hat Nintendo http://www.nintendo.com in der ersten Hälfte seines Geschäftsjahres seinen Gewinn fast verdreifacht. Das Betriebsergebnis belief sich auf 188,8 Mrd. Yen (1,2 Mrd. Euro) und lag damit um 181 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Beim Nettogewinn verbuchte Nintendo 132,4 Mrd. Yen. Der Umsatz wurde auf 694,8 Bio. Yen mehr als verdoppelt. Nun schraubte der japanische Konzern seine Aussichten für das Geschäftsjahr zum zweiten Mal
nach oben und rechnet mit einem Gewinn von 275 Mrd. Yen sowie einem Umsatz in Höhe von 1,55 Bio. Yen. Die optimistische Stimmung beruht nicht zuletzt auf den rasanten Absatzzahlen der Konsole Wii. Seit dem Start der Wii im November 2006 verkaufte sich die Konsole bereits 13,17 Mio. Mal. Für 2007 hob Nintendo die Verkaufsprognose noch einmal an und rechnet mit insgesamt 17,5 Mio. verkauften Wii.
Zweifel an den Langzeit-Aussichten der bisher so erfolgreichen Konsole kommen jetzt aber ausgerechnet aus dem Heimatland Japan. Dort malt die Wirtschaftszeitung Nikkei eine düstere Zukunftsvision, wie WinFuture berichtet. Vor allem Vertreter von Spieleherstellern sollen Bedenken geäußert haben, was den langfristigen Erfolg der Wii angeht. Zudem könne das innovative Bedienkonzept die Japaner nur kurzfristig begeistern. In der vergangenen Woche seien die Verkaufszahlen in Japan bereits stark zurückgegangen, so das Blatt. "Ich sehe den Neuigkeitseffekt der Wii beileibe nicht so schnell ausgereizt", meint dagegen Goldmedia-Analyst Bernd Hartmann im pressetext-Gespräch. Die Wii spreche freilich eher ein Nischenpublikum an und sollte nicht mit der PS3 von Sony und Microsofts Xbox 360 konkurrieren, so der Experte. "Der Wii-Markt verfügt über eine gewisse Größe, die Nische ist relativ stabil." Darüber hinaus arbeitet Nintendo derzeit an zusätzlichen Services. "Nintendo hat mit der Wii sehr viel Mut zu Neuem bewiesen und ich gehe davon aus, dass der Konzern diesen Weg weiter fortsetzen wird", betont Hartmann abschließend gegenüber pressetext.
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