Weltweit führendes Kunstherzprogramm hilft Leben retten - Deutsches Herzzentrum Berlin feiert 20-jähriges Bestehen Die angebliche "Fehlplanung" hat längst medizinische wie wissenschaftliche Erfolgsgeschichte geschrieben: Zum 20-jährigen Bestehen kann das Deutsche Herzzentrum (DHZB) in Berlin http://www.dhzb.de auf über 54.000 Operationen am offenen Herzen sowie rund 1.900 Herz- und Lungentransplantationen zurückblicken.
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Weltweit führendes Kunstherzprogramm hilft Leben retten

2006/05/19 09:05

Pressemeldung von:
Frank-Michael Rall
Deutsches Herzzentrum Berlin feiert 20-jähriges Bestehen

Die angebliche "Fehlplanung" hat längst medizinische wie wissenschaftliche Erfolgsgeschichte geschrieben: Zum 20-jährigen Bestehen kann das Deutsche Herzzentrum (DHZB) in Berlin http://www.dhzb.de auf über 54.000 Operationen am offenen Herzen sowie rund 1.900 Herz- und Lungentransplantationen zurückblicken. Die 1986 gegründete Klinik, über deren Notwendigkeit einst vor der Bauphase von einigen Medien im Westen der damals noch geteilten Hauptstadt heftig diskutiert worden war, genießt vor allem dank einem der weltweit
Weltweit führendes Kunstherzprogramm hilft Leben retten
größten Kunstherz-Programme einen glänzenden Ruf. Bislang konnte das Team um den ärztlichen DHZB-Leiter Professor Roland Hetzer knapp 1.000 Kunstherz-Implantationen an Patienten aus ganz Deutschland und dem Ausland durchführen. Zum Vergleich: In ganz Deutschland finden bei gleichbleibender Tendenz etwa 400 solcher Eingriffe pro Jahr statt, die als Überbrückungsphase bis zum Erhalt eines Spenderherzens dienen.

In der täglichen Arbeit orientieren sich die DHZB-Mitarbeiter an einigen klaren Leitsätzen. So darf grundsätzlich kein Patient abgelehnt und müsse immer ein individuelles Behandlungskonzept gesucht werden, wie schwer die Erkrankung auch sein mag. Neue Behandlungswege werden nur beschritten, wenn sie einen Vorteil für den Patienten versprechen, insbesondere falls noch kein etabliertes Verfahren zur Verfügung steht. Außerdem gilt, dass Modifikationen der etablierten Verfahren, auch wenn sie schonender oder kosmetisch günstiger erscheinen, nur zum Einsatz kommen, wenn sie das Operationsziel nicht gefährden. "Wir verstehen unser Haus als Hochleistungsorganisation mit den wesentlichen Erfolgsmerkmalen ständige Innovationen und hohe Innovationsgeschwindigkeit. Um unsere anspruchsvollen Ziele zu erreichen, sind wir bereit, neue Wege zu gehen, brauchen aber auch neue Ideen von allen Mitarbeitern. Die Förderung zukunftsorientierter Technologien ist eine von vielen Hauptaufgaben", erklärte Professor Hetzer gegenüber pressetext.

Aufgrund der von Beginn an gewählten Geschäftsform einer "Stiftung des Bürgerlichen Rechts" anstelle einer privatfinanzierten Neugründung fließen die vom Berliner Herzzentrum erwirtschafteten Überschüsse ausnahmslos zum Wohl des gemeinnützigen Stiftungszwecks zurück. Durch dieses längst von vielen Anstalten der Krankenversorgung favorisierte Modell fällt eine mögliche Belastung durch den Zwang der Rückzahlung von Investitionen weg. Im mit 162 Betten und neun Operationssälen ausgestattenen Herzzentrum, das 1.100 Mitarbeiter beschäftigt, wurde vom renommierten Herzchirurgen Michael Ellis DeBakey (USA) die erste so genannte Axialpumpe eingesetzt. Dabei strömt das Blut permanent - und nicht wie beim Herzschlag pulsierend - durch den Körper. Wie die "Rheinische Post" berichtet, ist mittlerweile eine Axialpumpe aus Titan das zentrale Element bei dem von DHZB und der Berlin Heart AG gemeinsam entwickelten Kunstherz-System Incor mit einer speziellen Magnetlagertechnik ohne Wärmeentwicklung und Laufgeräusche.



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