Wasserresistenter Reis gezüchtet
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Pressemeldung von:
Reanne Leuning
Pflanzen können zwei Wochen unter Wasser überleben. Wissenschaftlern der
University of California http://www.ucla.edu sowie des International Rice Research Institute (IRRI) auf den Philippinen http://www.irri.org ist es gelungen, ein Gen zu identifizieren, dass es Reispflanzen ermöglicht, zwei Wochen vollständig unter Wasser zu überleben. Für die meisten Reispflanzen gilt derzeit, dass sie maximal eine Woche unter Wasser überleben können. Die Wissenschaftler hoffen, dass das Gen mit dem Namen Sub 1A-1 die weltweite Reisernte besser gegen Überflutungen schützen kann. Die
Erkenntnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift Nature http://www.nature.com veröffentlicht.
Weltweit ist Reis das Grundnahrungsmittel für über drei Milliarden Menschen. Obwohl sich die Reisproduktion in den vergangenen 40 Jahren verdoppelt hat, nimmt die Nachfrage weiterhin ständig zu. Viele Regionen, in denen Reis angebaut wird, befinden sich in tief gelegenen Gebieten, wo das Risiko auf Überflutungen während der Monsunsaison groß ist. Stehen die Reispflanzen mehrere Tage unter Wasser, bekommen sie keinen Sauerstoff mehr und sterben ab. Bauern aus Südost-Asien entgehen dadurch jährlich etwa 775 Millionen Euro an Einnahmen. "Wir wussten bereits seit längerer Zeit, dass es Reisvarianten gibt, die eine hohe Toleranz für Wasser haben", erklärt David Mackill, Co-Autor der Studie und Mitarbeiter des IRRI. "Wir haben versucht, diese Sorten zu züchten, aber wir verstanden die Genetik nicht." Die globale Lage der wasserresistenten Gene in den Chromosomen der Pflanze war den Forschern schon bekannt, aber nicht das exakte Gen. Nun haben die Forscher jedoch im Erbgut der Reispflanze Oryza sativa das Gen gefunden, das für die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen ausschlaggebend ist. Mithilfe klassischer Züchtungsmethoden gelang es den Forschern nun, die Genvariante in das Erbgut anderer Reispflanzen einzubringen. Die Forscher sind zuversichtlich, dass die genetisch angepassten Reispflanzen den Bauern eine zuverlässigere Nahrungs- und Einnahmenquelle bescheren wird.
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