Urknall-Theorie wankt: Junge Sterne entdeckt - Die Schöpfungsforschung hat schon lange auf Unstimmigkeiten hingewiesen. Nun kommen die Urknall-Theorie und die gängige Erklärung für die Entwicklung des frühen Universums auch von anderer Seite unter Druck. Neue Beobachtungen bringen die bisherigen Theorien ins Wanken. Im „frühen“ Universum tummeln sich weit mehr Galaxien als bislang angenommen. Neuestes Beispiel: Schon nach zwei Milliarden Jahren nach dem Urknall – das ist im Rahmen der bisherigen Urknall- und Evolutionstheorie sehr kurz – soll es doppelt so viele Galaxien gegeben haben, wie die Astronomen bislang erwarteten.
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Urknall-Theorie wankt: Junge Sterne entdeckt

2005/11/18 11:58

Pressemeldung von:
Rolf Höneisen
Die Schöpfungsforschung hat schon lange auf Unstimmigkeiten hingewiesen. Nun kommen die Urknall-Theorie und die gängige Erklärung für die Entwicklung des frühen Universums auch von anderer Seite unter Druck. Neue Beobachtungen bringen die bisherigen Theorien ins Wanken. Im „frühen“ Universum tummeln sich weit mehr Galaxien als bislang angenommen.

Neuestes Beispiel: Schon nach zwei Milliarden Jahren nach dem Urknall – das ist im Rahmen der bisherigen Urknall- und Evolutionstheorie sehr kurz – soll es doppelt so viele Galaxien gegeben haben, wie die Astronomen bislang
erwarteten.

Bis jetzt hielt sich die Astronomen-Gilde an folgende Erklärung: Vor 13,7 Milliarden Jahr entstand im Nichts ein unendlich dichter Ball Energie. Der explodierte. Dieser "Urknall" sorgte in der zuvor totalen Leere für neue Dimensionen: Raum, Zeit und Materie/Energie. Dann wurden aus Strahlung Teilchen, aus Teilchen Ansammlungen mit Gravitationskraft und aus diesen Ansammlungen bildeten sich Sterne und Sonnensysteme. So stellt man sich allgemein die Entstehung des Universums vor. Das ist bis heute die Antwort der Wissenschaft auf die menschliche Frage nach dem „Woher?“, nach dem Ursprung des Lebens.


Daten die nicht passen
Die Erforschung des Universums mit immer besseren technischen Geräten, stellt die Urknall-Theorie allerdings zunehmend in Frage. Olaf Fritsche schreibt in Wissenschaft-online: „Zu alte Sterne, zu frühe Galaxien, ein zu gleichmässiger Mikrowellenhintergrund - alle paar Monate stossen Astrophysiker auf Daten, die nicht passen wollen. Manches erweist sich bald darauf als Beobachtungsfehler, an anderes kann die Theorie angepasst werden, und einiges bleibt rätselhaft. Ebenso ergeht es den Modellen von der Frühzeit des Kosmos. Zu früh, zu viel, sollte es noch gar nicht geben - seien damit nun Elemente oder Sterne gemeint, irgendwie war das Baby-Universum offenbar komplexer, als wir es uns hingedacht haben.“

Neuestes Ergebnis in dieser Richtung liefert ein europäisches Astronomenteam um Olivier Le Fèvre (Universität der Provence Aix-Marseille I). Die Sternforscher untersuchten weit entfernte Galaxien, deren Licht um die elf Milliarden Jahre unterwegs gewesen sein soll, bis es auf die Erde traf. Das wäre demnach eine Art Blick zurück in die „Jugend des Weltalls“, das nach der Urknalltheorie zu jener Zeit erst zehn bis zwanzig Prozent seines gegenwärtigen Alters erreicht hatte. Die Daten stammen aus einer Infrarotaufnahme des Visible Multi-Object Spectrograph (VIMOS) auf dem Very Large Telescope in Chile, dem so genannten Deep Survey (VVDS).

Diese Aufnahme zeigt lediglich einen kleinen Ausschnitt aus dem Bereich des Sternbildes Wal (Cetus). Hier sind besonders weit entfernte Galaxien anhand der Rotverschiebung ihres Lichts zu erkennen.

Dann begannen Le Fèvre und seine Kollegen die Galaxien zu zählen und sie staunten: Sie fanden 970 Exemplare mit einem Alter zwischen neun und zwölf Milliarden Jahren - das sind viel zu viele. Diese Zahl widerspricht der bekannten Theorie um mehr als das Doppelte! Und noch etwas: Die Astronomen fanden Hinweise für eine rasante Sternenbildung von zehn bis hundert Sonnenmassen pro Jahr. Auch diese Zahl war bislang um ein Vielfaches niedriger geschätzt worden.

Schon vor drei Jahren entdeckten Thomas Puzia von der Sternwarte München und seine Mitarbeiter in den vermeintlich uralten Kugelsternhaufen der elliptischen Galaxie NGC 4365 Sterne, die nur ein paar "wenige Milliarden Jahre" alt sind. Kugelsternhaufen sollen kurz nach dem Urknall entstanden sein. Doch was bedeuten diese „jungen“ Sterne dort?

In der elliptischen Galaxie NGC 4365 wurden drei unterschiedliche Sternpopulationen entdeckt. Die dritte Gruppe, es handelt sich um Sterne mit hohem Metallgehalt, hätte in einem solchen Kugelsternhaufen theoretisch nicht vorkommen dürfen!


Weitaus schneller entstanden
Aufgrund solcher Forschungsergebnisse darf laut gesagt werden, dass die Galaxien im „frühen Universum“ weitaus schneller und zahlreicher entstanden sind, als es der Urknall-Theorie lieb sein kann.

Der Wissenschaftsjournalist Fritsche kommentiert: „Für sich alleine betrachtet gibt das nur ein leises Zittern am Gedankengebäude. Im Verein mit den vielen anderen Ungereimtheiten könnte es aber ein weiterer Vorbote des grossen Bebens sein, das die Vorstellung von der Entwicklung des Kosmos auf eine harte Probe stellt. Wir dürfen gespannt sein, was die Seismologie des astronomischen Wissens in der Zukunft für uns bereithält.“

Uneingeschränkt aktuell ist die biblische Information im Buch Genesis: „Am Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“



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