2300 Unterschriften gegen Berner Möwe mit Fötuskopf
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Pressemeldung von:
Kipa
Eine Petition mit 2300 Unterschriften verlangt von Bundesrat Pascal Couchepin, sich von der "menschenverachtenden Installation" namens "Ruan" des chinesischen Künstlers Xiao Yu zu distanzieren, die in diesem Sommer unter seinem Patronat im Kunstmuseum Bern zu sehen war. Die Bittschrift wurde jetzt in Bern einer Vertreterin des Departements des Innern übergeben.
Das kritisierte Objekt besteht aus dem echten Kopf eines menschlichen Fötus, der auf einen Möwenkörper aufgenäht ist. Zudem sind dem Fötuskopf Hasenaugen aufgesetzt, und dem Möwenkörper ist der Schwanz einer Ratte
angehängt. Der bei Freiburg lebende Walliser Historiker und Journalist Adrien de Riedmatten und das Berner Petitionskomitee "gegen eine respektlose Kunst" überreichten die Petitionsbögen in einem schwarzen Kindersarg.
Die als Trauerfeier gestaltete Übergabe galt dem chinesischen Mädchen, dessen Fötenkopf in der Ausstellung chinesischer zeitgenössischer Kunst "Mahjong" gezeigt worden war. "Ruan" ist eines von über 320 chinesischen Werken im Besitz des ehemaligen Schweizer Peking-Botschafters und Kunstsammlers Uli Sigg. Die Ausstellung war vom 12. Juni bis 16. Oktober im Kunstmuseum Bern zu sehen. Mit drei Nationalräten Die Übergabe der Petition fand in Anwesenheit der drei Nationalräte Walter Schmied (SVP), Bernhard Hess (SD) und Oskar Freysinger (SVP) statt, die deren Anliegen unterstützen. Die Auseinandersetzung um das Exponat hat in diesem Sommer breites Aufsehen erregt. Nach einer Strafanzeige de Riedmattens wegen Gewaltdarstellung, Störung des Totenfriedens und Tierquälerei war "Ruan" vorübergehend aus der Ausstellung entfernt worden. Nach drei Wochen wurde die Installation in einem separaten Raum für das Publikum wieder zugänglich gemacht. Die Staatsanwaltschaft trat auf die Strafanzeige nicht ein, da in der Schweiz keine Straftaten begangen worden seien.
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