Unternehmen entdecken Managerqualitäten bei Müttern
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Pressemeldung von:
Linda Osusky
Frauengleichstellung in der EU: Viel erreicht,
aber noch lange nicht genug Managerinnen stehen am diesjährigen 96. internationalen Frauentag im Mittelpunkt. "Frauen sind in Führungspositionen im Aufwind" lautet der euphorische Titel einer Pressemitteilung auf der Homepage des österreichischen Frauenministeriums http://www.bmgf.gv.at. Und die deutsche Familienministerin http://www.bmfsfj.de Ursula von der Leyen wirbt mit Ergebnissen einer Studie, die zeigt, dass "Unternehmen von Müttern in Führungspositionen profitieren". Obwohl 55 Prozent der Studenten in der gesamten
EU weiblich sind, findet sich nur ein Drittel Frauen unter den Führungskräften. Ohne Frage hat sich in der EU in den vergangenen zehn bis 15 Jahren bezüglich Frauenförderung und Gleichstellung viel getan. Nicht zuletzt dank der Gender-Mainstreaming-Richtlinie der EU, wie Barbara Unteutsch, Leiterin des Gleichstellungsreferats an der Universität Stuttgart, im Gespräch mit pressetext betont.
"Dass sich so viel getan hat, liegt nicht nur an der Politik, sondern auch daran, dass die Wirtschaft das Potenzial gut ausgebildeter Frauen erkannt hat", so Unteutsch weiter. Trotzdem haben Frauen, vor allem Mütter, haben in der Arbeitswelt Nachteile. Kinder seien nach wie vor ein messbares Hindernis für den beruflichen Aufstieg, heißt es etwa in der Studie, die das deutsche Familienministerium zusammen mit der Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegeben hat. Fazit der Studie: Kinder und Karriere könnten sich sehr gut ergänzen, wenn Unternehmen die Voraussetzungen dafür schaffen. In Zeiten der demografischen Krise, die die reichen Industrieländer bedroht, kann sich die Wirtschaft nicht aus der Verantwortung ziehen. "Unternehmen, die Frauen mit Kindern keine Chancen für Karrieren eröffnen, verzichten auf ein großes Potenzial hoch qualifizierter Führungskräfte", macht von der Leyen Werbung für Mütter in Führungspositionen. Seit 2003 betreibt das Bundesfamilienministerium daher im Rahmen der "Allianz für die Familie" mehrere Projekte, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern sollen. 2005 startete der Unternehmenswettbewerb "Erfolgsfaktor Familie" http://www.erfolgsfaktor-familie.de an dem sich 2005 fast 370 Firmen beteiligt haben. Das hochgesteckte Ziel: Familienfreundlichkeit zum Markenzeichen der deutschen Wirtschaft zu machen. Der Henkel-Konzern gewann in der Kategorie große Unternehmen die Auszeichnung "Familienfreundlichstes Unternehmen 2005". Der Konzern bietet Mitarbeitern viele Varianten an Teilzeit-Modellen, betreibt einen firmeneigenen Kindergarten und ein eigenes Senioren-Wohnprojekt. Dennoch schlägt sich bei genauerer Betrachtung der Statistik der EU-Kommission über das Leben der Frauen in der EU Ernüchterung breit. Die Arbeitslosenquote war im vergangenen Jahr unter Frauen mit 9,6 Prozent nach wie vor höher als die der Männer (7,6 Prozent).Von den beschäftigten Frauen übten etwa ein Drittel eine Teilzeitbeschäftigung aus. Immerhin waren 32 Prozent der Manager in der EU Frauen. Das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen ist nach wie vor deutlich vorhanden. Frauen verdienten im EU-Schnitt um 15 Prozent weniger als Männer. Auch an den deutschen und österreichischen Hochschulen besteht in Sachen Gleichstellung noch enormer Nachholbedarf. Während der Anteil der Studentinnen in Österreich weit über der Hälfte liegt, kehrt sich das Verhältnis an der höchsten Stufe der akademischen Karriereleiter vollständig um. "Der Professorinnenanteil bewegt sich im Rahmen von zehn bis 13 Prozent," sagte Sylwia Bukowska, Projektleiterin am Referat für Frauenförderung und Gleichstellung, gegenüber pressetext. Dennoch ändere sich die Situation zu Gunsten der Frauen, wenngleich äußerst langsam, so Bukowska weiter. Als Vorbild dient das skandinavische Modell
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