Umweltschutz wird zu Marketinginstrument
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Pressemeldung von:
Kristina Sam
Werbeagenturen stürzen sich auf Öko-Themen. Umweltschutz ist ein
derzeit ein vieldiskutiertes Thema und stark in der Öffentlichkeit präsent. Werbeagenturen machen sich dieses Umweltbewusstsein jetzt zunutze und stellen den ökologischen Aspekt von Produkten stärker in den Vordergrund, berichtet die britische Zeitung "The Independet". Doch nicht nur bei Produktvermarktung wird verstärkt auf Ökologie gesetzt, auch Celebreties und Politiker springen auf den Zug auf und geben sich umweltbewusst. Die britische Queen hat vor kurzem angekündigt, sämtliche Emissionen, die bei ihrem
Staatsbesuch in den Vereinigten Staaten entstehen, zu kompensieren, indem sie Geld für Umweltschutzorganisationen spendet. Viele Organisationen bieten dieses Service für umweltbewusste Vielflieger an: Entsprechend der zurückgelegten Kilometer und des Kohlendioxidausstoßes wird die Höhe der nötigen finanziellen Kompensation berechnet.
Für Werbeagenturen ist die allgegenwärtige Diskussion um globale Erwärmung ein gefundenes Fressen. Umweltschutz ist eine Idee, die weltweit verankert ist und so kann Werbung, die auf dieses Thema setzt, ein sehr breites Publikum ansprechen. Vor allem Produkte für gehobene Käuferschichten präsentieren sich in der Werbung von ihrer umweltfreundlichen Seite. Auch Autohersteller, die bislang von Umweltschutz wenig wissen wollten, geben sich nun als Vorreiter der ökologischen Nachhaltigkeit. So hat der schwedische Autohersteller Saab, der zu General Motors gehört, nun ein Bio-Auto auf den Markt gebracht. Im Werbespot soll mit Delfinen und Schmetterlingen das Umweltbewusstsein der potenziellen Käufer angesprochen werden. Das Interesse am Umweltschutz nützen auch Zeitungen, die mehr Leser und Werbekunden ködern wollen (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070423029 ). Doch auch Öko-Kampagnen haben nur eine begrenzte Reichweite. Vor allem Menschen aus der Mittel- und Oberschicht machen sich Gedanken über Umweltschutz, da es ihnen selten an grundlegenden Gütern fehlt. Außerdem ist es auch zu einer Prestigefrage geworden, möglichst umweltfreundlich zu leben, und zwar deshalb, weil es ein Mittel ist, sich von jenen abzugrenzen, die nicht nach solchen Prinzipien leben. Denn finanziell schwache Konsumenten lassen sich bei ihren Einkäufen eher weniger durch ökologisch nachhaltige Produkte beeindrucken als durch einen möglichst günstigen Preis.
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