Turboalge produziert Wasserstoff - Steigende Ölpreise, Diskussionen um Feinstaub-Russpartikel durch die Nutzung fossiler Brennstoffe, ansteigende Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre und weltweite Umweltkatastrophen werden mit dem Treibhauseffekt in Verbindung gesetzt. Diese Situation ruft nach alternativen Methoden der Energiegewinnung als attraktive Alternative zu den klassischen Energieträgern Erdöl, Kohle und Erdgas. Die Umwandlung des natürlichen Sonnenlichts in den Energieträger Wasserstoff ist besonders interessant: Bei dieser Energieform entsteht bei deren Verbrennung lediglich Wasser. Unter den verschiedenen Möglichkeiten der Wasserstoffproduktion wird weltweit auch die biotechnologische Gewinnung von Wasserstoff mit Hilfe einzelliger photosynthetisch aktiver Mikroorganismen weiterentwickelt. Der Arbeitsgruppe von Olaf Kruse an der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld ist es in Zusammenarbeit mit Ben Hankamer vom Institut für molekulare Biowissenschaften der Universität Brisbane in Australien gelungen, eine genetisch veränderte Mutante der Grünalge Chlaydomonas reinhardtii mit einer deutlich verbesserten Fähigkeit zur Wasserstoffproduktion herzustellen.
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Turboalge produziert Wasserstoff

2007/05/06 16:08

Pressemeldung von:
Rolf Froböse
Steigende Ölpreise, Diskussionen um Feinstaub-Russpartikel durch die Nutzung fossiler Brennstoffe, ansteigende Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre und weltweite Umweltkatastrophen werden mit dem Treibhauseffekt in Verbindung gesetzt. Diese Situation ruft nach alternativen Methoden der Energiegewinnung als attraktive Alternative zu den klassischen Energieträgern Erdöl, Kohle und Erdgas. Die Umwandlung des natürlichen Sonnenlichts in den Energieträger Wasserstoff ist besonders interessant: Bei dieser Energieform entsteht bei deren Verbrennung lediglich Wasser. Unter den
Turboalge produziert Wasserstoff
verschiedenen Möglichkeiten der Wasserstoffproduktion wird weltweit auch die biotechnologische Gewinnung von Wasserstoff mit Hilfe einzelliger photosynthetisch aktiver Mikroorganismen weiterentwickelt.

Der Arbeitsgruppe von Olaf Kruse an der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld ist es in Zusammenarbeit mit Ben Hankamer vom Institut für molekulare Biowissenschaften der Universität Brisbane in Australien gelungen, eine genetisch veränderte Mutante der Grünalge Chlaydomonas reinhardtii mit einer deutlich verbesserten Fähigkeit zur Wasserstoffproduktion herzustellen. Ihren Angaben zufolge produziert dieser Grünalgen-Stamm produziert im Licht bis zu 13 Mal mehr Wasserstoff als seine natürlichen Vettern.

Der inzwischen patentierte Stamm "Stm6" gehört zu einer einzelligen und mit zwei Schwimmgeißeln bestückten Grünalgenart. Pro Liter Kultur und Stunde produziert er bis zu 4 Milliliter nahezu reinen Wasserstoffs, berichten die Forscher. Ihrer Ansicht nach „stellt Stm6 einen wichtigen Schritt hin zur Entwicklung künftiger, solargetriebener Wasserstoff-Produktionssysteme dar“. Quelle: Rolf Froböse, „Wenn Frösche vom Himmel fallen – die verrücktesten Naturphänomene“. (Wiley-VCH, 2007). Ab Mai im Handel.



Kontakt zum Autor des Artikels:
web: http://www.froboese.com
 

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