Technologiefirmen suchen Heil im All
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Pressemeldung von:
Jörn Brien
Trotz knapp kalkulierter Budgets und der aktuellen Zurückhaltung bei Flügen ins All
drängen US-Technologiefirmen stärker ins Raumfahrtgeschäft. Auf einer von der Raumfahrtbehörde NASA und dem Ames Research Center veranstalteten Technologie-Show priesen 30 Startups in dieser Woche ihre Anwendungen für zukünftige Weltraum-Missionen an. Das Mars Institute etwa hat sich auf die Suche nach praktikablen Lösungen für Roboter-Missionen zum Marsmond Phobos gemacht. Frühestens ab 2011 könnte der Himmelskörper so auf das Vorhandensein von Wasserstoff untersucht werden, welcher dann
als Treibstoff für spätere Weltraum-Reisen dienen soll, berichtet Mercury News.
Zu den Unternehmen, die auf die wirtschaftliche Nutzung der Möglichkeiten der Raumfahrt setzen und eine Partnerschaft mit der NASA eingegangen sind, gehört auch Google. Derzeit verhandelt die NASA laut Delegationsleiter Terry Fong mit dem Internet-Riesen über eine Reihe von möglichen gemeinsamen Projekten. Ausgelotet wird sogar ein Satelliten-Venture, dessen Realisierung allerdings noch sehr weit entfernt ist, wie Fong betont. In einigen Wochen wird Google aber eine Technologie vorstellen, mit der NASA-Daten aus der Überwachung der Atmosphäre oder die Meerestemperaturen in Google Earth integriert werden sollen, schreibt Mercury News. Gearbeitet wird auch an einem Katastrophen-Projekt, durch das via Google Earth etwa die Rauchfahne eines Waldbrandes beobachtet werden kann. In Deutschland erfreut sich die Raumfahrtindustrie wieder größerer Beachtung durch die Bundesregierung. Nach den Bundestagswahlen im Jahr 2005 hatte der Bundesverband der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie mit einem Hilferuf aufhorchen lassen. Gefordert wurde unter anderem eine deutliche Erhöhung der öffentlichen Aufwendungen für das nationale Raumfahrtprogramm. Mittlerweile hat sich die Situation entspannt. "Es fließt wieder mehr Geld für das nationale Raumfahrtprogramm. Auch die Beiträge für die europäische Raumfahrtbehörde ESA sind aufgestockt worden", erklärt BDLI-Sprecher Jens Krüger. 2005 lagen die Ausgaben für das nationale Raumfahrtprogramm noch bei 155,5 Mio. Euro. Für 2007 sind 175 Mio. Euro vorgesehen. Die ESA-Beiträge sollen von 542 Mio. auf 556,8 Mio. Euro gesteigert werden. Zu den Schwerpunkten der deutschen Raumfahrtindustrie gehören Krüger zufolge eine nationale Demonstrationsmission zum Mond, die Entwicklung und Erprobung eines Krisenmanagement-Zentrums mit globaler Vernetzung über raumgestützte Systeme, die Entwicklung nationaler GMES-Elemente und der Aufbau von Kompetenzen im Bereich von kleinen GEO-Satelliten für zivile sowie sicherheits- und verteidigungsrelevante Missionen. Im Dezember 2006 wurde etwa der erste SAR-Lupe-Satellit erfolgreich gestartet und in Betrieb genommen. SAR Lupe ist das erste satellitengestützte Aufklärungssystem Deutschlands und besteht aus fünf baugleichen Kleinsatelliten sowie einem Bodensegment.
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